Was für eine Woche. Es war doch schwieriger, als gedacht, Zero Waste zu leben. Ich dachte: frisches Obst, Gemüse, den Rest aus dem Unverpackt Laden und das Ding läuft. Nett gedacht liebe Miri, aber die Realität sah ein wenig anders aus…

 

Starten wir aber erst einmal positiv

Eine Sache, die mir stark positiv aufgefallen ist: wenn du auf Verpackungsmüll verzichtest, kochst und isst du automatisch viel weniger verarbeitete Produkte, da diese in der Regel mit Verpackungen einhergehen. Ich bin ohnehin kein Mitglied von #teamfertigfutter, aber ich war überrascht, wie viel von den, was bei mir tagtäglich auf den Tisch kommt, tatsächlich verpackt ist. Da ich es Samstag nicht auf den Wochenmarkt geschafft hatte, war ich nämlich auf den Supermarkt angewiesen in Sachen Obst und Gemüse.

Hier mal eine Auflistung dessen, was ich diese Woche eingekauft habe:

Einkauf 1: 5,06 Euro für 2 Äpfel, 2 Clementinen, 2 Packungen Heidelbeeren (zero waste Fauxpas!). Brot vom Bäcker 2,20 Euro (reduziert, weil es vom Vortag war)

Einkauf 2: 3,81 Euro für Sojamilch (wieder nicht zero waste), 2 Äpfel und veganer Aufstrich im Glas

Einkauf 3 im Unverpackt Laden Tante Olga: 5,95 Euro für 510g Haferflocken, 43g Sonnenblumenkerne, 143g Mandeln, 61g getrocknete Bananen und 35g Kokosflakes

Einkauf 4 im Asiamarkt: 8,74 Euro für 485g frischen Tofu (leider in einer Tüte, aber der Preis, 1,05€!!!,  und der Geschmack waren einfach unschlagbar), Jackfriut (musste ich einfach mal probieren, um „Pulled Pork“ damit zu machen. Leider nicht zero waste, weil in der Dose), 500g Erdnussbutter ohne Zucker und Palmöl im Glas und Kardamom, der leider in der Plastiktüte daher kam (warum ich den brauchte, erfährst du in einem der Posts kommende Woche 🙂 ), außerdem gab es Brot beim Bäcker für 2,20 Euro

Das macht dann also etwa 30 Euro für eine Woche Nahrung, inklusive so ein paar kleiner „Luxusartikelchen“, die, zugegeben, nicht unbedingt hätten sein müssen. Aber schon alleine das Bewusstsein, dass es nicht hätte sein müssen, ist der Schritt in die richtige Richtung.

Das war natürlich nicht alles, was ich gegessen habe, da ich noch Nahrungsmittel zu Hause hatte, die ich aufgebraucht habe. Einmal habe ich sogar Reismilch selbst gemacht, was auch ganz gut geklappt hat. Das Rezept habe ich dir einmal unten angepinnt. Außerdem habe ich ein super leckeres, veganes Granola selbst gemacht, das Rezept findest du auch am Ende dieses Posts.

 

Mein Fazit

Lass uns also festhalten, dass zero waste Einkäufe auch etwas für den schmalen Geldbeutel sind. Ich habe aus dieser Woche gelernt, dass ich noch viel mehr tun kann, um Müll zu vermeiden, als ich ohnehin schon tue und das auch in Zukunft durch meine Kaufentscheidungen weiter beeinflussen werde. Ich empfehle dir wärmstens, es auch einmal zu probieren und fühle dich eingeladen, diese Erfahrung hier zu teilen. Du brauchst ja nicht gleich „all in“ zu gehen, kleine Änderungen wie zum Beispiel einem Stoffbeutel für Brot statt der Brotüte aus Papier oder einer Brotdose statt Alufolie oder Frischhaltefolie. Weitere nachhaltige Helferlein habe ich dir vergangene Woche hier vorgestellt.


REZEPTE – ZERO WASTE – VEGAN

Reismilch Rezept (ergibt 1 Liter)

1 Tasse Reis bzw. 100g

2 Tassen Wasser zum Kochen

1 Liter Wasser bei Bedarf

1/2-2 TL Dattelpaste

1 Prise Salz

1/2 TL Vanille

Koche den Reis ganz normal. Sobald er gar ist, bzw. das Wasser vollständig verschwunden ist, fülle den gekochten Reis in einen Mixer.

Gebe einen Liter Wasser und die optionalen Zutaten dazu und mixe das Ganze für 1-2 Minuten.

Gebe danach das Gemisch in ein Nussmilch-Netz oder Geschirrtuch um die Reismilch abzusieben – fertig!

Aus dem restlichen Reisbrei kannst du z.B. noch Milchreis machen 🙂

 

Chai Spice Granola

200g Haferflocken

150 gr. Haferflocken

40g Mandeln

30g Sonnenblumenkerne

10 g Kokosraspeln

100 g Agavendicksaft

1 TL Zimt

1 TL gemahlener Ingwer

1/4 TL Nelkenpulver

1/2 TL Kardamompulver

1/2 TL geriebene Muskatnuss

1/2 TL gemahlener, schwarzer Pfeffer

1/2 TL Salz

1 EL Kokosöl

Mische alle Zutaten in einer Schüssel und lege die Mischung auf einem Backblech aus (falls nötig, auf Backpapier) und röste das Ganze bei 180°C für 30 Minuten.

Mische dabei das Granola alle 5 Minuten, damit es nicht anbrennt. Nach den 30 Minuten, schalte den Ofen aus und lasse das Granola abkühlen.

TIP: Ich mache mein Granola abends und lasse es in meinem Ofen über Nacht stehen, um es dann gleich morgens zu verspeisen 🙂

Easy Vegan Granola


 

Zu guter Letzt gibt es noch einen Ausblick auf diese Woche: Da es in großen Schritten Richtung Weihnachten geht, möchte ich dir diese Woche Ideen für Weihnachtsgeschenke liefern.

Am 22. gibt es Geschenkideen für deine Yogifreunde*innen,

  1. für die Reisefans,

am 24. für deine veganen Freunde*innen und

am 25. habe ich veganen Freunde*innen

für dich zusammengestellt, die sich zum Teil mit den speziellen Geschenken kombinieren lassen. Damit du dich nicht wunderst, natürlich habe ich dabei auch die Marken berücksichtigt, mit denen ich dieses Jahr zusammengearbeitet habe. Allerdings werde ich in den Posts nur auf die zurückgreifen, welche ich einfach nicht mehr missen möchte und sie dir daher ans Herz legen möchte. Für die Posts diese Woche bin ich nicht bezahlt worden. Ich hoffe, dich hier beim „Auspacken“ dieser Geschenke zu sehen!

 

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