Das neue Jahr. Für viele Anlass für Resolution, Neuanfänge und Pläne. Dabei besteht das Jahr aus 365 Neuanfängen. Jeder Tag ist ein neuer Anfang und wir haben die Chance, ihn wundervoll werden zu lassen. Addiert man also all die 365 wundervollen Tage zusammen, erhält man ein ganzes wundervolles Jahr.

Lass mich erst einmal auf mein Jahr 2017 zurückschauen, denn im Rahmen der Jahresrückblick-Blogparade meiner lieben Freundin und Powermami Jasmin bin ich mit von der Partie:

Mein Jahr 2017 startete an den Traumstränden Thailands, wo ich meinen Liebsten nach 3 Monaten wieder traf. Im Februar dann meine allerletzte universitäre Prüfung und das Ergebnis meiner Masterarbeit. Seitdem darf ich mich Master of Education schimpfen. Wie wenig ich damit auf die Arbeit in der Schule vorbereitet war, wurde mir schlagartig im Mai bewusst, als ich mein Referendariat begann. Bis dahin sollte allerdings mein Leben noch traumhaft verlaufen: gleich nach meiner letzten Prüfung ging es mit 2 Freundinnen nach Marrakech. Marokko gefiel mir so sehr, dass ich für die Neujahrssause gleich wieder dorthin gereist bin. Aber zurück zur Chronologie: nach diesem kurzen Ausflug in die Sonne bekamen mein Liebster und ich die Gelegenheit, eine Woche gemeinsam in Rotterdam, wo er beruflich unterwegs war, zu verbringen. Nach einer Woche im kalten Holland begaben wir uns ins bunte Karnevalstreiben Kölns, um dort am Rosenmontag schon wieder Abschied zu nehmen. Die Nachteile von Fernbeziehungen. Dieses Mal war es aber nur kurz, da ich mich bereits 2 Wochen später, im März, wieder in einem Flieger nach Mumbai befand, um dort auf meinem Weg nach Sri Lanka zwischenzulanden. Mit meiner Freundin Katharina verbrachte ich dann eine fantastische Zeit auf der wunderschönen Insel und hielt auf meinem Rückweg, wie sollte es auch anders sein, für eine weitere Woche in Indien an. Im April, kurz bevor mein Lotterleben ein Ende hatte, flogen meine Freundin Miri und ich nochmal schnell eine Woche nach Sardinien, um Sonne zu tanken. Ich hatte schließlich nicht genug davon den Winter über gehabt 😉

Dann kam im Mai das Referendariat und der Stress. Die Pendelei, die ich obendrauf zu bewerkstelligen habe, tat ihr Übriges. Einzige Hoffnung: der Indientrip in denn Sommerferien. Wie der aussah habe ich dir in diesen Posts beschrieben: zweimal Norden und einmal Süden. Kurze Zeit später schlug mir meine Schulrealität mit dem Hammer ins Gesicht. Unterrichten macht Spaß, aber die Umstände des Referendariats, wenn man es halbwegs ordentlich bestreiten will, sind hart. Daher hieß es erstmal durchhalten bis zu den Herbstferien und dann nach Bremerhaven und Wien abdampfen, um wundervolle Freundinnen zu besuchen. Mir fehlte allerdings die Sonne bereits zu diesem Zeitpunkt, daher buchte ich in einer Freistunde einfach mal Flüge nach Marokko, wo ich meinen Jahreswechsel verbringen wollte. Vorher ging es noch auf Stippvisite zu meinem besten Freund nach Hamburg und am ersten Weihnachtstag der Sonne entgegen. Dieses Ergebnis meines Reise-Tourettes (einfach impulsiv Flüge buchen und dann erst nachdenken – meine absolute Macke) stellte sich als beste Entscheidung heraus: ich traf wundervolle Menschen, konnte Surfen und gab meine allererste Yogastunde an einem Strand, irgendwo in Afrika. Auf die bakterielle Infektion und der rekordverdächtigen Kotzerei, die sie mit sich brachte, hätte ich in der Silvesternacht herzlich verzichten können. Das soll aber nichts überschatten. Ich lebe und bin wohlauf.

Und 2018?

Erstmal lass uns im neuen Jahr ankommen und das alte hinter uns lassen. Was zählt, ist, was es aus uns gemacht hat. Wie haben wir uns weiterentwickelt? Wie sind wir über uns hinausgewachsen? Wie weit sind wir aus unserer Komfortzone getreten? Was haben wir gelernt? Was hat uns weitergebracht? Dann betrachten wir einmal, wo wir stehen, aufgrund all dem, was wir erlebt, entschieden und mitgemacht haben. Da sind wir also, im Moment, im Jetzt. Und auch wenn wir aufgeregt sind, was dieses Jahr, das sich uns soeben eröffnet hat, wohl für uns bereit hält, so irrelevant ist es. Warum? Weil alles was wir haben der Moment ist. Jaja, Miri, manche Dinge müssen aber geplant und vorbereitet werden. Weiß ich. Dennoch erliegen wir, als nach Sicherheit strebende Wesen, immer wieder der Illusion, alles „im Griff“ haben und alles kontrollieren zu können, auch die Dinge, die noch gar nicht geschehen sind. Bei aller Voraussehbarkeit und Berechenbarkeit gibt es in unseren wundervollen Leben so viele unerwartete Wendungen, Ereignisse und Vorkommnisse, derer wir uns nicht entziehen können. Das macht unser Leben aus. Das macht es aufregend – oft im positiven und negativen Sinne, denn manchmal regt es uns buchstäblich auf. Es hält so viel für uns bereit und wir sollten alles, was es für uns bereithält, mit offenem Herzen empfangen. Jeden Tag auf’s Neue.

Jeder Tag ist ein Neuanfang. Jeder Moment ist anders. Daher ist es essenziell, unsere Gedanken mit Affirmationen so zu disponieren, dass jeder Tag unter einem bestimmten Leitgedanken stehen kann, der sich auf all unsere Entscheidungen, Worte, Taten, unsere Wahrnehmung und unser Empfinden erstreckt. Nur so geben wir den 365 einzelnen Tagen die Möglichkeit so wunderbar zu werden, wie wir sie uns wünschen.

Ich freue mich bereits jetzt, dieses Jahr mit dir zu beginnen und hoffe, dass es nur die schönsten Dinge für dich bereithält und all deine Träume in Erfüllung gehen.