Ich dachte mir, nach einem kleinen kreativen Schreibhänger im Januar (human moment!), wird es mal wieder Zeit über Dinge rund ums Reisen zu sprechen. Ein Bericht über Marokko wird sicher auch noch erfolgen, sofern mir das Referendariat etwas Zeit lässt. Obwohl mein Glücksprojekt #meinhappinessprojekt2018 dieses Jahr vermutlich einen Großteil dieses Blogs einnehmen wird, soll das Reisen natürlich nicht zu kurz kommen. Nicht zuletzt, weil Reisen einen Großteil meines persönlichen Glückes ausmacht.

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Wie dem auch sei, kommen wir gleich zur Sache. Nachdem ich in Marokko über Silvester die halbe Nacht (Happy New Year!) die Götter der Keramik angebetet habe, Indien mich schon zur Königin des Thrones gemacht hat und auch Thailand mich nach dem Verzehr eines Smoothies in die Horizontale verlagert hat, dachte ich, es ist an der Zeit, dir einmal ein paar Tipps zu geben um genau das zu verhindern. So viel vorweg: in Ländern mit, sagen wir, „anderen“ Hygienestandards kann immer irgendwas gesundheitlich in die Hose gehen. Das sollte dir aber niemals die Freude an deiner Reise vermiesen. Erster Tipp ist also: Shit happens (manchmal wortwörtlich), aber macht nichts! Ich habe dir einmal meine go-to Tipps für eine gute Gesundheit auf Reisen zusammengestellt.

 

Vorbereitungen

Bevor ich mich auf Reisen in hygienisch bedenkliche Länder begebe (also fast immer…), bereite ich meine Verdauungsorgane immer auf die bevorstehende Bakterienflut vor. Dazu esse ich viele fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut oder Kimchi, Kombucha als fermentiertes Getränk, welches gerade „voll hip“ ist, und eine Flut an Vitaminen in Form von frischem Obst und Gemüse. Durch die fermentierten Lebensmittel, welche probiotisch wirken, vermehren sich auf natürliche Weise die guten Bakterien im Darm. Die Ballaststoffe der frischen Nahrungsmittel sorgen dafür, dass eine gute Verdauung erreicht wird. Auch deine Gesundheit wird dir die Zufuhr gesunder Lebensmittel und den Aufbau der Darmflora danken. Zusätzlich zu den natürlichen Helferlein, nehme ich etwa 2-3 Wochen vor der Abreise noch probiotische Kapseln wie die von Dr. Wolz, die übrigens sogar vegan sind.

Vorsichtsmaßnahmen vor Ort

Peel it, cook it, boil it – or forget it. So heißt die magische Formel, die böse Bakterien schon mal zu großen Teilen von dir hält. Durch das gründliche Abkochen von Speisen sterben all die bösen kleinen Teufelchen ab, die es auf deine Gesundheit abgesehen haben. Auch das Kochen von Wasser macht es in der Regel sicher zum Trinken. Viele Reisende erliegen allerdings dem Trugschluss, dass auch Salate sicher seien. Da diese aber meistens mit dem verunreinigten Leitungswasser gewaschen, welches du in Ländern wie Indien oder Thailand ohnehin vom Eindringen in deinen Mund tunlichst abhalten solltest – oder würdest du die Türklinke des Ausgangs einer öffentlichen Toilette ablecken? Richtig, eher nicht. Leider hinkt dieser Vergleich mit einer fiesen Toilettentür noch nicht einmal, denn schon allein das Zähneputzen mit dem prekären Leitungswasser kann schon für heftige Magen-Darm-Verstimmungen sorgen. Mir ist es während meines ersten Indienaufenthaltes gleich am Anfang passiert und ich hatte 5 Wochen „Spaß“ damit… Greif besser zu Trinkwasser in Flaschen, auch wenn das alles andere als umweltfreundlich ist. Für Notfälle gibt es noch Wasserfilter und Wasseraufbereitungstabletten, welche ich dir einmal verlinke. Im Zweifel kannst du natürlich auch immer ordentlich abgekochtes Wasser bedenkenlos nutzen. Koche es im Zweifel einfach doppelt und es sollte okay sein. Außerdem ist eine kleine Flasche Handdesinfektionsmittel auf Reisen immer Gold wert im Anbetracht dessen, dass das Leitungswasser eher nicht zu gebrauchen ist. Vergiss allerdings nicht, dass auch Eiswürfel oft verunreinigt sein können, bestell deine Smoothies, Cocktails und andere Getränke am besten ohne Eis, dein Verdauungstrakt wird es dir danken.

So verlockend Streetfood riechen mag und so günstig es ist: wenn du Zweifel hast, lass es! Vor allem in Ländern wie Indien oder Thailand kann ein Angebot am Straßenrand sehr verlockend sein. Schau dir die Stände genau an und du wirst feststellen, dass es vielleicht nicht die beste Idee ist, dort zu essen. Falls du es dennoch wagen möchtest, vermeide den Konsum von Fleisch (sofern du nicht ohnehin vegetarisch oder vegan unterwegs bist), da du nicht wissen kannst, wie es gelagert und verarbeitet wurde. Fleisch und Fisch bergen ein großes Risiko für Magenverstimmungen und sogar Vergiftungen.

 

Was ist, wenn’s mich doch erwischt?

Manchmal erwischt es dich trotz aller Vorsicht. Auch wenn es schwerfällt, weil deine Reisezeit nun mal begrenzt ist: nimm dir ein paar Tage Auszeit. Es mag vielleicht verlockend sein, einfach etwas wie Immodium zu schlucken und einfach weiter zu machen, aber auf diese Weise wird dein Körper die Schädlinge nicht los. Erbrechen und Durchfall sind schließlich Maßnahmen, die unser Körper ergreift, um Dinge loszuwerden, die nicht in unseren Verdauungstrakt gehören. Dadurch werden im Idealfall Vergiftungen abgewandt. Geht das Ganze mit Fieber einher, kannst du davon ausgehen, dass dein Körper sehr hart mit bakteriellen Besuchern zu kämpfen hat und die Ruhe braucht, um damit zurecht zu kommen. Vergiss nicht, den Flüssigkeits- und Elektrolyteverlust durch ausreichende Zufuhr von Wasser und Salzen durch z.B. isotonische Getränke auszugleichen. Oftmals helfen Probiotika zusätzlich zur kleinen Auszeit, um schnell wieder auf die Beine zu kommen. Deine Gesundheit wird es dir danken.

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Sollten die Symptome nach 2-3 Tagen immer noch anhalten und/oder das Fieber sehr hoch sein, such unbedingt einen Arzt auf! Meist verschreibt dieser Antibiotika, die dich innerhalb weniger Tage wieder fit machen. Dann heißt es: wieder von vorn! Und die Probiotikazufuhr (siehe „Vorbereitungen“) wiederaufnehmen, denn die Antibiotika zerstören nicht nur die schlechten, sondern auch die guten Bakterien, welche es nach Beendigung der Medikamenteneinnahme gilt wieder im Darm anzusiedeln.

 

Das waren meine Tipps, um Montezumas Rache abzuwenden und auch auf Reisen in hygienisch bedenkliche Länder eine gute Gesundheit zu wahren. Gib gut Acht auf dich, während du unterwegs bist und genieß all die wunderbaren Eindrücke, wo auch immer du sein wirst! Hast du vielleicht noch Tipps für mich und meine Leser*innen? Hinterlasse sie gerne in den Kommentaren!