Trotz gewohntem Referendariatswahnsinn sitze ich am frühen Sonntagmorgen mit einer riesen Tasse extra starkem Chai an mein Laptop um euch an meiner Woche teilhaben zu lassen und stelle fest, dass ich eigentlich humoristisch richtig einen raushauen müsste, um die stinklangweiligen Ereignisse der letzten 7 Tage irgendwie zu kompensieren. Ob ich dafür allerdings nach den Anstrengungen dieser Woche überhaupt noch die Kreativität besitze, sei dahingestellt. Hier also die Highlights und Lowlights meiner Woche.

 

Mein Highlight

Am Montag hatte ich einen kleinen Britney-Spears-2007-Moment und habe mir spontan die Haare zu einem schrägen Bob schneiden lassen. Soviel vorab, mir gefällt’s, auch wenn ich jetzt wieder mehr frisieren muss als vorher. Ich gebe zu, eher zum Typ „trocknet, ihr Haare“ zu gehören, Föhn und Co. kommen bei mir höchst selten zum Einsatz. Ebenso färbe ich meine Haare nie und bin in der glücklichen Lage, dass meine ganzen Reisen in die Sonne immer einen schönen Ombrelook in meinen Haaren hinterlassen, der völlig umsonst ist (mal von den Reisekosten abgesehen).

Warum bin ich diesen Schritt gegangen? Nachdem mir letztes Jahr gut 1/3 meiner ohnehin schon sehr feinen Haare nach Absetzen der Pille ausgefallen war, hatte es einfach keinen Sinn mit dem „üsseligen Kram“ („üsselig“ ist Kölsch für… ja was eigentlich… üsselig halt) auf dem Kopf weiter herumzulaufen. Durch die Längen meiner Frisur konnte man komplett durchschauen, das war alles andere als schön. Selbst jetzt noch, kann man es am vorderen Teil der Frisur sehen, da die nachwachsenden Härchen erst gute 7-8 Zentimeter lang sind. Zum Glück bin ich keine dieser Mädels, die um jeden Zentimeter Haare weinen.

Longbob Bob Haircut Ombre BalayageLongbob Bob Haircut Ombre Balayage

Ein weiteres Highlight war mein Freitagnachmittag, den ich bei einer Freundin in der Eifel verbrachte. Irgendwie tat mir dieser kurze Moment Sorgenfreiheit und Natur unheimlich gut. Ich habe daher beschlossen, sobald mein nächster Unterrichtsbesuch in knapp 2 Wochen gelaufen ist, wieder mehr Zeit draußen zu verbringen und auch außerhalb von Köln. Hast du vielleicht tolle Ideen für das Kölner Umland und die Eifel?

 

Mein Lowlight

Ich habe es tatsächlich geschafft, eine ganze Woche nicht zum Yoga zu gehen. Ja genau, ich, diejenige, die immer der festen Überzeugung war, dass ja wohl jede*r eine halbe Stunde für Yoga übrig hat am Tag. Warum habe ich es also nicht geschafft? Wenn du jeden Morgen um sechs Uhr dein Haus verlässt um zur Schule zu pendeln, dann den gesamten Tag in der Schule verbringst, frühestens um drei Uhr Köln wieder erreichst – an zwei Tagen war ich erst um sieben zu Hause – und dich dann noch an deine Unterrichtsvorbereitung setzen musst, weil du es gewagt hast, dir einen Tag am Wochenende frei zu nehmen, dann ist die einzige Zeit, an der du dich noch bedienen kannst, deine Freizeit oder dein Schlaf. Da ich mich bereits an den zwei sehr langen Tagen an den Ressourcen meines Schlafes bedienen musste, mussten an den anderen Tagen jegliche, mich erfüllende Tätigkeiten dran glauben. Alles nur, damit ich meinen Schüler*innen eine gute Lehrerin sein kann.

Ich stelle gerade fest, dass ich mal wieder nur über das Referendariat maule und möchte an dieser Stelle klarstellen, dass ich es im Hinblick auf meine Schule und mein Seminar wirklich gut getroffen habe. Das ändert jedoch nichts an den Rahmenbedingungen (und alle Referendare Deutschlands werden mir zustimmen), die verdammt hart sind. Wenn du wie ich, dann noch pendelst, dann verschärft sich das Ganze. Vielleicht muss ich mich genau in dieser Zeit wieder vielmehr den ganzen positiven Dingen, Handlungen und Gewohnheiten widmen, für die ich stehe. Und ich hoffe, das Ganze legt sich bald, indem ich eine Art Routine entwickeln kann, die mir bei der Bewältigung der ganzen Ansprüche hilft und mir Zeit für mein Seelenwohl lässt.

 

Turn the frown upside down

Vielleicht sollte ich die Mundwinkel wieder nach oben drücken. Ich werde mir eine Strategie für ein verbessertes Zeitmanagement überlegen müssen, um nicht ständig aus der Balance zu geraten. Das tut mir nicht gut und das macht mir ehrlich gesagt Angst. Falls du einen Tipp für ein gutes Zeitmanagement hast, dann machst du mich überglücklich, wenn du ihn in einem Kommentar hinterlässt oder mir per E-Mail schickst. Ich beantworte übrigens alle Mails, die mich erreichen und drücke meine Dankbarkeit aus für die Zeit, die du dir nimmst, um mit mir in Kontakt zu treten.

 

Apropos Dankbarkeit

mich an dieser Stelle auch bei meiner Übersetzungsfee Helena bedanken. Bislang hatte ich es immer geschafft, meine Texte selbst für meine nicht Deutsch sprechenden Leser*innen selbst ins Englische zu übersetzen. Da mir dazu derzeit die Zeit vollkommen fehlt, rettet sie mich allwöchentlich, um meinen Content auch international zu gestalten (viele meiner Leser*innen kommen aus den USA, Indien, England und vielen anderen wundervollen Länder dieser Welt).

 

Die Gedankengedöns Header erstelle ich übrigens mit Canva.com, ein tolles und einfaches Onlinetool mit dem du allerhand Grafiken erstellen kannst. Ich werde nicht gesponsert, aber muss es an dieser Stelle vermutlich als WERBUNG/AD kennzeichnen. Außerdem werde ich das Unternehmen unter jedem Post erwähnen, um keine eventuellen Urheberrechtsansprüche zu verletzen.