Die wenigsten denken an grüne Dschungelberge, wenn sie an Indien denken.

Aber genau das macht Kerala, ein Staat im Süden Indiens, aus.

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Von labyrinthartigen, palmengesäumten Backwaters bis hin zu Teeplantagen – alles ist Grün und für indische Verhältnisse relativ sauber, da es viele Kampagnen gegen Umweltverschmutzung durch Müll gibt. Noch nicht einmal Plastiktüten gibt es dort in den Läden, nur dünne, durchaus wiederverwendbare Stoffbeutel, wie wir es schon aus Manali und Leh kannten. Mein kleines nachhaltiges Ökoherz überschlug sich J Außerdem gilt Kerala als der fortschrittlichste Staat Indiens, mit einer sehr hohen Alphabetisierungsrate und modernen Sichtweisen. Als ich zum Checkup meiner Blasenentzündung in eine kleine Klinik musste, wurde ich von zwei sehr lieben Nachwuchsärztinnen betreut, die mir erzählten, dass ihre Institution ein Ausbildungskrankenhaus sei. Die „Endabnahme“ machte der Chefarzt, aber ich fühlte mich stets gut betreut dort. Sollte es dir in Indien mal nicht gut gehen, begib dich ruhig in ärztliche Behandlung, auch wenn du keine Auslandsreisekrankenversicherung hast (welche sich bei vielen Reisen allerdings schon lohnt, vor allem, wenn mal etwas ist, das dich auf den OP-Tisch wirft oder umgehend nach Hause fliegen lässt). Ich war während meiner Indienaufenthalte drei Mal bei Ärzten und die Kosten schwankten zwischen 5 und 500 INR (6 Cent – kein Scherz – bis 6,60€).

Was tun in Kerala?

Wer Tee mag, wird Kerala lieben. Es gibt massig riesige Teeplantagen, die die Berge in sattes Grün tauchen. Eine Autofahrt dorthin ist wirklich wunderschön, da man vorbei an Dschungeln fährt, mit tollen Ausblicken und Wasserfällen, die sich durch das Grün schlängeln, teilweise direkt an den Straßen. Wir waren in Munar, einer Kleinstadt inmitten der schönen Umgebung.

Auch die Gewürzliebhaber kommen in Kerala auf ihre Kosten. Es gibt viele „Spice Farms“, die man besuchen kann. Meist ist die Führung umsonst oder kostet um die 100 INR (weniger als 1€), da die Veranstalter darauf hoffen, dass du im dazugehörigen Spice Shop fleißig einkaufst. Wir haben Abraham’s Spice Garden in Thekkady besucht. Justin war sehr freundlich, als wir spontan dort aufliefen, und er führte uns mit Informationen durch sein Reich der Riesenzitronen, Megagrapefruits, Superpapayas, Kakaobohnen, des Kaffee, Kardamom, Zimt, Kurkuma, Pfeffer und viel mehr. Klingt erstmal nicht so super spannend, aber durch das Riechen, Schmecken, Sehen und Fühlen werden so viele Sinne angesprochen, dass es richtig interessant war.

Außerdem ist Kerala bekannt für ayurvedische Behandlungen. Auch wir haben uns im Cherai Ayurvedic Palace ordentlich durchkneten lassen. Bei der ayurvedischen Massage kommt massig Öl zum Einsatz – was ich persönlich liebe. Und keine Angst, du musst dich wie eine glupschige Schnecke nach Hause schleimen, dort bekommst du warmes Wasser in einen Eimer und kannst dich abduschen (Funfact: Inder lassen ihr Duschwasser in einen großen Eimer ein und schöpfen es mit einem kleineren Eimer zum Duschen da raus, um es über sich zu gießen).

Wie übernachten?

Kerala bietet viele verschiedene Unterkunftsoptionen. Wie immer sind Booking.com (über diesen Link bekommt ihr 15€ Rabatt auf eure Buchung und ich bekomme den gleichen Wert geschenkt) und Airbnb (ihr bekommt über diesen Link 35€ auf eure Buchung geschenkt und ich auch – das ist eine Nacht umsonst, je nach Unterkunft!!!) meine Favoriten. Dort findest du zum Beispiel Dschungel-Camps wo du „Glampen“ kannst (Glamour + Camping), so wie wir im Hornbill Camp. In zeltartigen Bungalows mit Badezimmer mitten in der Natur zu sein war mein persönliches Highlight.

Ein weiteres Highlight, welches leider komplett ausgebucht war, sind die Hausboote, die man auf den Backwaters mieten kann. Hier ist Luxusfeeling garantiert: nicht nur übernachtet man auf dem ruhigen Wasser, man wird auch noch von einer Crew umsorgt, die sich um das Essen und Wohlbefinden kümmern. Preislich beginnt das Ganze bei 6000-8000INR (80-106€) für einen Tag und eine Nacht an Bord im Doppelzimmer mit Klimaanlage, je nach Anbieter, Route und Paketwahl steigt der Preis natürlich. Die Boote gibt es auch mit mehreren Zimmern, sodass man auch mit Familie oder Freunden eine solche Tour machen kann.


India Tales: Kerala

Most people do not think of green jungle and hills when they think of India. But this is exactly what Kerala, a state in southern India, is made of. From labyrinth-like, palm tree covered backwaters to tea plantations – everything is green and for Indian conditions relatively clean, as there are many campaigns against pollution through waste. The shops don´t even offer plastic bags but only thin reusable textile bags, as we already knew them from Manali and Leh. My small sustainable eco-heart somersaulted 🙂

Apart from that, Kerala is known as the most advanced state of India, with a very high literacy rate and modern views. As I had to go for a check-up in a clinic due to my UTI, I was supervised by two very kind junior doctors who told me that this institution is a teaching hospital. The final check-up was done by the head physician, but I always felt like I was in good hands. If you ever feel unwell in India, do not hesitate to contact a doctor, even if you don´t have a travel health insurance (which is generally a good idea to have, especially if there is something requiring you to have surgery or to go back home immediately). While I was in India I visited three different doctors and costs varied from 5 to 500 INR (6 cents- no joke- to 6,60€).

 

What to do in Kerala?

If you like green tea, you´re going to love Kerala. There are massive tea plantations which cover the mountains in a rich green color. A car ride up is incredibly beautiful as you drive past jungles with amazing views and waterfalls which curve through the green, sometimes even directly next to the roads. We were in Munnar, a small city within this beautiful scenery.

If you are enthusiastic for spices, a trip to Kerala is a must. There are many “Spice Farms” you can visit. Usually tours are free or cost around 100 INR (less than 1€) as organizers hope that you´ll buy in their spice shops. We visited Abraham´s Spice Garden in Thekkady. Justin was very friendly as we popped in spontaneously and he showed us around his realm of giant lemons, mega sized grapefruits, supersized papayas, cocoa beans, coffee, cardamom, cinnamon, curcuma, pepper and much more, sharing loads of information. This may not sound interesting at first but smelling, tasting, seeing and touching activates so many senses that it became really fascinating.

Kerala is also known for its ayurvedic treatments. We were kneaded (literally) at Cherai Ayurvedic Palace. They use loads of oil for their ayurvedic massages which I personally love. But you don´t have to fear walking home as a slimy snail as they hand you a bucket of warm water for a small shower (Fun fact: Indians pour shower water into large buckets and scoop out water using smaller buckets to pour it over them).

 

Where to stay?

Kerala has loads of different options for accommodations. As usual, Booking.com (if you follow this link you´ll receive 15€ off your booking and I receive the same value for free) and Airbnb (if you follow this link you´ll receive 35€ off and so do I- this is a free extra night depending on the accommodation!) are my favorites. You can find jungle-camps for “glamping” (glamour + camping) like the Hornbill Camp where we stayed. Staying in tent-like bungalows with bathrooms in the middle of nature was my personal highlight.

Another highlight, which was fully booked unfortunately, are houseboats which you can rent on the backwaters. Luxury feeling is guaranteed: Not only do you sleep on calm waters, but a crew will take care of you and cater for food and wellbeing. This experience can be booked for 6000-8000INR (80-106€) for one day and one night on board in a double room with air-conditioning. Depending on the organizer, route and package choice prices increase of course. Some boats have more than one room allowing friends and family to join the tour.

 

 

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