Namaste, du wundervolles Wesen!

Lass uns die Woche mit einer kleinen, wunderbaren Aufgabe starten (die Lehrerin hat gesprochen, haha): nimm dir einen kleinen Augenblick, überlege dir fünf Dinge, die du liebst und bring diese in eine Reihenfolge, beginnend mit Platz 1. Wenn du das gemacht hast, betrachte deine Reihenfolge einmal:

Was ist auf Platz 1? An welcher Stelle hast du dich selbst genannt? Hast du dich überhaupt genannt? Wenn die Aufgabe gewesen wäre, 10 Dinge zu nennen, wärst du in dieser Liste aufgetaucht oder nicht?

Wenn du dich (womöglich sogar auf Platz 1) genannt hast: wundervoll, meinen Glückwunsch! Dann kannst du an dieser Stelle aufhören zu lesen und glücklich durch den Tag gehen – oder noch ein bisschen verweilen, weil wir es hier so hübsch mit einander haben.

Aber nun zu dir, der oder die du dich nicht im Ranking hast vorkommen lassen. Frage dich einmal, warum das so ist. Warum ist deine Reihenfolge so wie sie ist und warum kommst du darin nicht vor? War die Frage einfach blöd? Oder liebst du tatsächlich andere und /oder Dinge mehr als dich selbst? Du wirst dich schnell ertappt fühlen und irgendwie seltsam, so ging es mir jedenfalls, als ich diese Übung das erste Mal machte und mich natürlich vergaß aufzulisten. Diese Übung hat mich sehr zum Denken angeregt, aber auch zum Umdenken.

Erstaunlicherweise vergessen wir zu häufig, dass wir in unserem Leben auf Platz 1 kommen sollten. Das meine ich nicht aus egoistischen Gründen, keineswegs, ich spreche schließlich vom Lieben und wahre Liebe ist nicht egoistisch. Die Liebe zu uns selbst ist wertvoll und wir sollten sie uns immer wieder in Erinnerung rufen. Denn was wir für uns selbst empfinden, tragen wir auch nach außen in die Welt. Die Selbstliebe oder auch ihr Fehlen bestimmt, wie wir mit anderen umgehen, wie sie uns sehen und wie sie mit uns umgehen. Wenn wir beispielsweise etwas in uns selbst ablehnen, werden es auch andere tun und uns womöglich verletzen – betrachtet man das Ganze also aus dieser Perspektive, so verletzen wir uns letztendlich selbst, nicht die anderen. Das Gute daran ist, wir haben es selbst in der Hand. Wir sind alle wunderbar auf unsere Weise und wenn wir uns, unsere Fehler, unsere Vergangenheit und alles was dazu gehört annehmen, akzeptieren und gut zu uns selbst sind, dann können wir uns lieben.

Deshalb lade ich dich, ob du dich im Ranking nun genannt hast oder nicht (wenn nicht, dann erst recht), zu einem kleinen Selbstexperiment ein. Lege morgen früh einfach mal eine Hand auf dein Herz und beginne deinen Tag mit einem „Guten Morgen, ich liebe dich (dein Name)“. Mache diese Handlung zu deinem morgendlichen Ritual und schau was passiert nach einer Woche oder einem Monat oder sogar noch länger. Ich wünsche mir für dich, dass du bald dein Liebesranking anführst und diese Freude hinaus in dein wunderbares Leben trägst.

Hab eine wundervolle Woche!

Ein Lächeln,

Miri


 

Namaste you wonderful being!

Let’s start this week with a little wonderful task (here’s the teacher speaking, haha): take a moment to think of five things that you love and rank these things according to their importance to you. After you’ve done this, take a look at your ranking:

What’s ranked in the first place? Where in the ranking does your name occur? Did you mention yourself at all? If the task would have been to name 10 things, would your name occur or not?

If you put yourself in the ranking (maybe even in the first place): wonderful, congratulations! You can stop reading now and go out happily – or you might stay a little bit longer because it’s so nice to be here together.

But let’s talk about you, who didn’t mention himself or herself. Ask yourself why. Why is your ranking the way it is and why don’t you occur in it? Was the question asked too stupidly? Or could it be that you love others and/or things more than yourself? You might feel caught now and somehow awkward but let me tell you, I felt the exact same when I did this task for the first time. I forgot myself as well. And this made me think but also change.

Surprisingly and way too often, many of us forget to put ourselves first. I don’t mean to do this for egoistic reasons, not at all, I’m referring to love and true love is never egoistic. The love for ourselves is precious and we should always remind ourselves of this value. The way we feel for ourselves will be shown and carried out to the world. Self-love and also the lack of it determine how we treat others, how they perceive us and how they treat us. If, for example, we reject something in ourselves, others will do the exact same to and they might hurt us. This change of perspective shows, that we actually hurt ourselves, not anyone else. But here’s the good news: it’s in our own hands. We are all wonderful the way we are and if we are kind to ourselves, accepting our flaws, our past, and everything else which belongs to our being, that’s when we can love ourselves.

Ok now, I’d like to invite you, whether or not you mentioned yourself in the ranking (if not, then you should definitely give it a try), to a little self-experiment. Tomorrow morning, get up and place one hand on your heart and say “Good morning, I love you (your name)”. Implement this tiny act of kindness to your morning routine and observe what happens after a week, a month or even longer. I hope that you’ll soon be leading your love-ranking and that you’ll radiate the joy you derive from it out into your life.

Have a lovely week!

A smile,

Miri

 

Photo by Katharina Wergen