Seitdem ich mein Referendariat begonnen habe, erlebe ich etwas, das ich während meines Studiums nicht kannte: Strukturen und tägliche Verpflichtungen. Und Fernweh. Trotz  der vielen Ferien extrem habe ich nur wenig Freizeit. Denn leider entspricht mein Leben so gar nicht der Vorstellung, die viele vom „faulen Lehrer“ mit extrem viel Freizeit und Ferien  haben. Nahezu jeder Nachmittag und mindestens ein Tag am Wochenende geht für Korrektur und Vorbereitung von Unterricht drauf, wenn nicht sogar beide Tage, weil ein Unterrichtsbesuch ins Haus steht. In den Ferien sieht das Ganze auch nicht sehr viel anders aus, aber immerhin kann ich mir die Zeit frei einteilen und muss nicht jeden Tag 3 Stunden pendeln. Während ich in der Bahn sitze und zwischen Köln und der Eifel hin und her pendle, denke ich oft an meine Zeit im Studium zurück. Arbeiten, wenn ich Zeit und Lust hatte, da ich selbstständig war, Reisen, teilweise monatelang, spontan und zu den günstigsten Reisezeiten. Das ist nun vorbei. Das Fernweh ist groß.

 

Ever since I‘ve started my training on the job I‘m facing a state which was unknown to me during my studies: structure and daily responsibilities. And Fernweh. In spite of all the holidays, my leisure time is rather limited. You know, my life doesn’t meet people’s image of the “oh-so-lazy” teacher with tons of free time.  I spend nearly every afternoon and at least one day of my weekends correcting and/or preparing for classes, if not whole weekends when my own exams are approaching. During holidays it’s quite similar. However, at least I can split my worktime as per my liking and I don’t have to commute 3 hours per day. While commuting between Cologne and the Eifel, I often think of my times at university: I worked whenever I felt like it because I was self-employed and I could travel for month, even spontaneously and at side season prices. These times are over now. My Fernweh grows.

 

Ist das das wahre Leben?

Das frage ich mich oft.  Vor allem dann, wenn ich mal wieder nach Flügen in den Ferien geschaut habe. Die dort angezeigten Preise treiben mir nicht selten die Tränen in die Augen. Demnach kann ich mir so gerade eine Bahnfahrt bis Köln-Deutz leisten und da will ich nicht hin. In meiner Wohnung hängt zudem eine Weltkarte, vor der ich mich oft gedankenversunken wiederfinde. Ich träume dann von Ländern, die ich noch nie gesehen habe und sehe so viel, was ich noch erkunden möchte.

Noch nie hat mich das Fernweh so sehr geplagt wie momentan. Ich will weg, ich will raus, will Dinge sehen und das Leben erleben. Meine Schule sagt nein. Mein Konto grinst hämisch dazu. Ich fühle mich wie ein hedonistischer Volltrottel mit akutem First-World-Problem.  Und das bin ich auch. Irgendwie. Aber wir Deutschen haben nicht umsonst ein Wort für den Zustand, dass wir eine schmerzende Sehnsucht nach der Ferne entwickeln.

 

Is this the real life?

That’s what I ask myself quite frequently. Especially at times when I look at flight during holidays. When the high prices make me tear up. According to these websites, I can afford to travel to Cologne-Deutz by tram. And I don’t wanna go there. There is a world map in my apartment and I often find myself staring at it while dreaming myself away.  I’m dreaming of countries I’ve never been to and I see so much space which I still would love to discover.

My Fernweh has never been that bad. I want go, I want to escape, I want to see things and experience live. My school says no. My bank account grins maliciously. And I feel like a hedonist idiot with severe first-world-problems. Actually, I am a hedonist idiot. Kind of. But we Germans have a word that describes the state of painful longing for faraway places for a reason.

 

Was kannst du tun? Tipps gegen Fernweh

Mein ultimativer Tipp: buche deine nächste Reise am Anfang einer langen Reise-Trockenperiode. So hast du etwas, auf das du dich freuen kannst. Wenn du dich da so richtig reinsteigern willst, gibt es zahlreiche Coundown Apps, welche deine Vorfreude anfeuern. Und Vorfreude ist so viel schöner als Fernweh.

Falls du es dir nicht leisten kannst, deine Traumreise zu buchen, hast du zwei Optionen. Nummer eins: du kreierst ein sogenanntes Visionboard mit tollen Bildern rund um dein Traumziel. Auf diese Weise hast du eine Spar-Motivation vor Augen, die dich immer wieder daran erinnert, wofür du sparst. Wie du Geld für eine Reise ansparst und smart buchst habe ich dir in diesen beiden Blogposts verraten:

Smarte Spartipps rund um’s Reisen

Smarte Spartipps – buche smart!

Die zweite Option: Du suchst dir günstige Alternativen. Kommst du aus Europa und möchtest gerne nach Hawaii, dann sind die Azoren und Madeira vielleicht eine günstige und sehr schöne Alternative. Genau das werde ich im Oktober dieses Jahres machen und ich freue mich schon sehr. Möchtest du die Wüste sehen und 1000 eine Nacht Vibes erleben, ist Marokko eine gute und sehr günstige Wahl. Tolle, kristallklare Buchten wie in der Karibik findest du auch im Mittelmeer, wie z.B. auf Sardinien. Ein bisschen Stöbern im Internet birgt sicher tolle Inspiration.

Zu guter Letzt sei gesagt, dass Fernweh ja eigentlich auch irgendwie schön ist. Es regt uns zum Träumen an und motiviert uns im Alltag. Man muss die Emotionen nur zielgerichtet „umpolen“. Und zum Glück scheint der Frühling ja langsam durchzubrechen und der Sommer kommt bald auch, dann können wir zumindest in der Sonne die Augen schließen und über Kopfhörer Meeresrauschen lauschen und so tun als ob 😉

 

What can you do? Fernweh remedies

My ultimate tip: book your next trip well in advance of a long travel-dry-period. It gives you something to look forward to. If you want to increase the excitement, there are loads of countdown-apps which feed the anticipation. Anticipation is way nicer than suffering from Fernweh anyway.

If you can’t afford to travel to your dream destination, there are two options. Number one: create a visionboard. Fill it with amazing pictures of your dream destination. It will motivate you to save up for the trip by constantly reminding you of your reason to save. I wrote two blogpost about how to save money for trips and while booking trips:

Smarte Spartipps rund um’s Reisen

Smarte Spartipps – buche smart!

The second option: look for cheap alternatives. If you’re living in Europe and you would like to go to Hawaii, the Azores and Madeira might be cheaper and beautiful alternatives. I’m going to do that in October and guess what: I’m so much looking forward! If you want to see the desert and get some oriental vibes, Morocco is an amazing and fairly cheap choice. You can also get crystal clear bays like the ones in the Caribbean in the Mediterranean sea, e.g. in Sardinia. Browsing the internet will give you a lot of inspiration.

Last but not least it can be said that Fernweh can also be very beautiful. It makes us dream and is our daily motivation. You have to switch the anticipated emotions just a little. Luckily, spring just started and summer is around the corner so we can close our eyes in the sun and listen to the rustling sea on our earphones while playing pretend 😉