Der Herbst steht vor der Tür und nicht mehr lange, dann kommt auch der Winter. Meine absolute Dislike-Jahreszeit. Schneegestöber gemütlich von drinnen aus anzuschauen ist zwar schön, aber ich bin einfach nicht gemacht für Kälte und Bäh-Wetter. Daher versuche ich seit nunmehr 2 Jahren, dem Winter regelrecht davon zu laufen. Denn während wir hier bibbern, ist irgendwo anders auf der Welt gerade Sommer. Solltest du also auch vor Schnee und Kälte fliehen wollen, habe ich meine drei allerliebsten Reiseziele (neben Indien und Sri Lanka natürlich) mal kurz und knapp für dich zusammengestellt.

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Platz 3: Uruguay

Das kleine Land mit einer noch kleineren Anzahl an Einwohnern (3,3 Mio), von denen gut die Hälfte in der Hauptstadt Montevideo lebt (1,5 Mio.), liegt unterhalb Brasiliens an der Ostküste Südamerikas. Daher ist Uruguay auch bei Surfern durchaus beliebt. In Orten wie Punto del Diavolo oder Cabo Polonio kannst du die ein oder andere hübsche Welle surfen. Vor allem letzterer Ort ist mein persönlicher Favorit. Das kleine Hippiedorf liegt abgeschnitten an der Küste, man kommt dort nur mit einem Vollradantrieb-Geländebus durch ein Naturschutzgebiet hin – oder läuft die 7 Kilometer. Im Ort erzeugen die Bewohner Strom und Wasser selbst, es gibt einen Dorfladen und jeden Morgen kommt der Bäcker mit frischen, warmen und unfassbar leckerem Brot zu den Hostels (zumindest zu meinem damals). Abends wird gemütlich bei Kerzenschein zusammen Gitarre gespielt oder am Strand verweilt – welcher leider, wenn man ihn entlang läuft, ein bisschen eklig ist, weil alle 500m tote Seelöwen der benachbarten Seelöwen Kolonie dort gerne angespült werden und vor sich hin verwesen. Natur pur eben.

Cabo Polonio Uruguay Sunset

Nach Cabo Polonio kommst du von Montevideo aus mit dem Bus für etwa 20€ hin und zurück, der Allradbus kostet etwa 1,75€ one way. Für meine Unterkunft habe ich in der Nebensaison etwa 11€ pro Nacht im Mehrbettzimmer bezahlt (wenn du diesen Werbelink nutzt, bekommst du 15€ Rabatt, das ist eine Nacht und ein frisches Brot umsonst 🙂 ich bekomme das gleiche). Nach Montevideo selbst kannst du fliegen oder, wenn du in Buenos Aires bist, bequem mit der Fähre über den Rio de la Plata setzen. Falls du das planst, buche deine Tickets frühzeitig, denn die günstigen Tickets sind sehr begrenzt.

Cabo Polonio Uruguay

Hostel Cabo Polonio Uruguay

Platz 2: Ecuador

An der ecuadorianischen Pazifikküste kannst du vor allem zwei Dinge: Surfen und die Seele baumeln lassen. Und, wenn du magst auch noch feiern. All diese Punkte vereint der kleine Hippieort Montañita. Ich habe die dortige Sprachschule besucht, um mein Spanisch aufzubessern, Surfstunden (bei Jorge, cooler Typ) zu nehmen und Yoga im Sonnenuntergang auf dem Schuldach zu machen – mit Meerblick und kleinen Babykätzchen, die über meine Matte getigert sind, einfach unfassbar toll. Wenn dir der Ort, vor allem am Wochenende, zu quirlig wird, kannst du in Olón etwas mehr Ruhe finden. Oder du fährst, vorbei am traumhaft dschungeligen Drumherum, nach Ayampe. Dieser kleine Ort ist vor allem bei Surfern wegen des konstanten, schönen Swells sehr beliebt.

Am besten fliegst du über Guayaquil und nimmst von dort den Bus nach Montañita. Die Fahrt kostet 6$ (Ecuador hat tatsächlich keine eigene Währung, sondern den US Dollar), dauert 3 Stunden und es gibt sowohl Klimaanlage als auch WIFI an Bord. Wenn die Südamerikaner eins können, dann ist das Fernbusverkehr.

Ecuador Beach Sea Shells

Playa Ayampe Ecuador Beach Ocean Surfer

Platz 1: Südafrika

Kapstadt ist eine so wundervolle Stadt, um zu überwintern. Es ist günstig dort, das Klima ist fantastisch, das Meer surfbar (Achtung, Haie! Ich weiß wovon ich spreche, da der Haialarm einmal losging, als ich mich gerade auf meinem Brett im Lineup befand) und jede Menge zu erkunden. Die Streetfoodmarkets in Woodstock oder Hout Bay sind zum Beispiel immer einen Besuch wert. Letzterer hat zudem noch einen hübschen Markt mit allerlei lokal produzierten Dingen von Schmuck bis zu Dekoartikeln. Schau dort doch einfach vorbei, nachdem du in Hout Bay mit hunderten von Seehunden geschnorchelt bist.

Tafelberg Kapstadt / Table Mountain Cape Town

Der Tafelberg ist auch wunderschön anzusehen, am besten vom Lion’s Head, den du am besten nur erklimmst, wenn du keine Höhenangst hast. Wenn du an Vollmond früh genug hinauf kraxelst, um dir ein Plätzchen zu sichern, kannst du von dort aus auf der linken Seite die Sonne untergehen sehen, während rechts der Mond aufgeht – wunderschön! Oder doch lieber Paragliden vom Signal Hill?

Mit dem Zug kommst du für ein paar Cent auch nach Muizenberg, ein bisschen außerhalb der Stadt. Dort findest du die bekannten, bunten kleinen Strandhäuschen, kannst am langen Sandstrand liegen, surfen oder spazieren. Und wenn du ein paar Stationen weiter fährst, kommst du nach Simon’s Town, wo du mit Pinguinen planschen kannst (Achtung: der Strand kostet Eintritt und man sollte früh sein, sonst wird er wegen Überfüllung geschlossen, zumindest zur Peakseason).

Cape Town Muizenberg Beach Houses

Auch die Gardenroute ist fantastisch. Stell sicher, dass du genug Stops, auch über Nacht einbaust. Wir haben in Knysna, Jeffrey’s Bay und Port Elisabeth übernachtet. Schau einfach mal in Reiseführern wie dem Lonely Planet, was dich auf der Route interessiert – es gibt dort so viel zu entdecken, dass es diesen Blogpost sprengen würde. Wenn es dich interessiert, was meine drei Freundinnen und ich auf der Garden Route erlebt haben, lass es mich in den Kommentaren wissen, dann schreibe ich einen Extrapost.

Ich war zudem auch in Johannesburg und habe mir das Soweto Township angeschaut. Nelson Mandela hat dort gelebt. Übernachtet haben wir im Curiosity Backpackers im hippen Stadtteil Maboneng, wo man sich auch in der Dämmerung noch halbwegs sicher fühlt, was man nur wenige Meter außerhalb des Stadtteils nicht unbedingt behaupten kann.

Nach Kapstadt oder Johannesburg, von wo aus du auch in den Kruger National Park gelangst, kommst du mit dem Flugzeug. Ein Inlandsflug zwischen beiden Städten liegt bei ca. 30-60€, es gibt auch eine günstige Bahnverbindung, über die weiß ich allerdings nicht Bescheid. Ein Bett im Mehrbettzimmer eines guten Hostels bekommst du für um die 12€, auch Essen und Trinken ist, verglichen mit Deutschland, sehr günstig.

Elefant Südafrika Gardenroute / Elephant South Africa

Ich hoffe, dir hat meine Auswahl Lust auf’s winterliche Ausbüchsen gemacht. Welches Land ist ein Lieblingsort zum Überwintern?

 

 


Summervacation in Winter? Yes of course! My top 3 destinations.

Autumn is just around the corner and it won´t be long until winter breaks in. My dislike season. Watching the snow while being cosy inside might be beautiful, but I am just not made for the cold and this kind of disgusting weather. That´s why for more than two years I started running away from winter. Because while we are out here freezing it is summer somewhere else in the world. So if you want to escape snow and the cold, I shortly summarised three of my favourite countries (apart from India and Sri Lanka of course) for you.

Rank 3: Uruguay

This small country with an even smaller number of inhabitants (3.3mio), of which mostly live in the capital Montevideo (1.5mio), is located underneath Brazil at the eastern coast of South America. That´s why Uruguay is famous among surfers! You can surf pretty nice waves in places like Punto del Diavolo or Cabo Polonio. Especially the later one is my personal favourite. This small hippie-village lies off the coast, and you can only reach it via a 4×4 truck through national parks – or you walk these 7 kilometres. Everyone in the village produces their own electricity and water, there´s a small shop and the bakery delivers fresh, warm and incredibly delicious bread to the hostels (at least to mine when I was there).  In the evenings everyone gathers up in candle light, playing guitar or just staying at the beach- which is, unfortunately, a bit disgusting because you find dead and rotting sea lions every 500m due to the resident sea-lion colony- just pure nature.

You can reach Cabo Polonio from Montevideo by bus for about 20€ return, the 4×4 bus is about 2€ one way. In low season I paid about 11€ per night for my accommodation in a multi-bed rooms (if you use this affiliate link, you receive 15€ off, which is one night and fresh bread for free J, I will receive the same). To Montevideo you can get either by plane or, if you happen to be in Buenos Aires, take the ferry across the Rio de la Plata. If you plan on doing that, book your tickets early, because the cheaper tickets are very limited.

Rank 2: Ecuador

At the Ecuadorian pacific coast, you can do mainly two things: surfing and relaxing. And if you like, party. All these things are united in a small hippie-village called Montañita. I visited language school there to improve my Spanish, took surf classes (with Jorge, cool guy) and did yoga underneath a school roof while the sun was rising- with sea view and tiny kittens, which walked all across my mat, incredibly cute! When the place fills up during the weekend you can find some calm in Olón. Or you travel up to Avampe, past the beautiful jungles around you. This little place is very famous among surfers for the constant swell.

It is best if you fly to Guayaquil and take the bus to Montañita. The ride costs 6$ (Ecuador doesn´t have its own currency, but they use the US Dollar) and takes roughly 3 hours. There is air-conditioning as well as Wi-Fi on board. If South Americans can do one thing, it is definitely long-distance bus rides.

Rank 1: South Africa

Cape town is a beautiful city to stay at during the winter. It is cheap, the climate is fantastic and the sea surfable (careful: sharks! I know what I am talking about, as the shark alarm went off while I was on my board in a line-up) and loads to explore. The streetfood markets in Woodstock or Hout Bay are always good for a visit. The latter one also has a pretty market with locally manufactured items from jewellery to decoration. Drop by after snorkelling in Hout Bay with hundreds of sea lions!

The Table Mountain is also very beautiful to look at, especially from Lion´s Hill which you should only climb if you don´t fear heights. If you hike up during full moon to save yourself a spot you can watch the sun set on the left side while the moon rises on the right- beautiful! Or maybe you prefer to paraglide down Signal Hill?

You can reach Muizenberg for a few cents via train, which is located outside the city. You can find the well-known, colourful small beach huts, may lie on the sandy beach, go surfing or for a walk. If you keep going for another few stops you reach Simon´s Town, where you can swim with penguins (careful: there is an entrance fee to the beach and you should arrive as early as possible, otherwise it will be closed due to overfill, at least during peak season).

The Gardenroute is fantastic, too! Ensure you plan enough stops, especially overnight. We stayed over in Knysna, Jeffrey´s Bay and Port Elisabeth. Have a look in travel guides like Lonely Planet at whatever may interest you on the route – there is so much to explore, it would exceed the capacity of this blog post. If you are interested in what me and my three friends experienced on the Gardenroute, let me know in the comments, then I will write an extra post on it!

I also visited Johannesburg and had a look at the Soweto Township where Nelson Mandela lived. We stayed at the “Curiosity Backpackers” in the fancy suburban area of Maboneng, where you feel kind of safe after dawn, which you can´t necessarily say about the area outside the suburb.

You reach the Kruger National Park by plane- an inland flight between the two cities is about 30-60€, but there is also a train connection, however I do not have any information on that. A bed in a multi-bed room in one of the better hostels is about 12€ and even the food is, compared to Germany, very cheap.

I my choice of wintery escapes made you curious! Which is your favourite place to hibernate?

 

 

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