Namaste, du liebendes Wesen!

Vegan, eine Ernährungsweise und eine Lebenseinstellung, die durchaus polarisiert. Wie du weißt, ernähre ich mich vegan und bereits in diesem Interview mit Lomography Deutschland erwähnte ich, dass ich einen Unterschied zwischen veganer Ernährung und veganem Leben mache. Ich sehe mich selbst auf dem Weg zur veganen Lebenseinstellung, auch wenn dieser noch ein Stückchen zu begehen ist. Aber jeder Schritt in die richtige Richtung ist gut. Viele Leute fragen mich wie das so ist „als Veganer“ und fastt genauso viele glauben, dass mein Speiseplan nur aus Fleischersatz und teurem Superfood besteht. Darum möchte ich meinen Leserinnen und Lesern mal einen kleinen Einblick in mein (fast) veganes Leben geben. Da es ja aktuell ums Sparen rund um’s Reisen geht, möchte ich dir zeigen, wie du dich auch bei schmalem Budget günstig und gesund ernähren kannst. Vorab möchte ich allerdings noch anmerken, dass die Ernährung etwas sein sollte, an dem du nicht sparen solltest!

  1. Vermeide Marken und vegane Ersatzprodukte, denn die sind meist teuer. Außerdem sind Ersatzprodukte irgendwie ohnehin komisch. Sie sind vielleicht ganz praktisch zum Entwöhnen, aber werden nach einer Weile immer überflüssiger. Bei mir gibt es vielleicht einmal im Monat ein Ersatzprodukt, weil ich auch ohne ganz gut klarkomme. Und Eiweiß gibt’s zu Hauf in Hülsenfrüchten, Nüssen oder auch Tofu, den es günstig im Asialaden und mittlerweile in jedem Supermarkt gibt.
  2. Wo wir gerade beim Thema sind: Hülsenfrüchte in Dosen sind zwar grundsätzlich günstig, aber noch günstiger geht’s mit der getrockneten Version. Das Schöne daran ist, du bekommst sie auch einfach überall. Um sie verwendbar zu machen, lass Bohnen, Linsen, Kichererbsen und Co. einfach über Nacht einweichen und am nächsten Tag kannst du sie verkochen, verbraten oder was auch immer du damit machen möchtest. Außerdem lassen sich unsere trockenen Proteinfreunde lange aufbewahren und man kann sie, genau wie Reis, in großen Mengen kaufen und einlagern. Das Beste: große Mengen bedeutet meist kleine Preise, juhu!
  3. Koch dein Essen selbst und mach am besten gleich große Mengen für die darauffolgenden Tage oder zum Einfrieren. Das Internet ist voll mit leckeren veganen Rezepten, die super einfach sind. Durch das Vorkochen ersparst du dir zudem die Arbeit an den Folgetagen oder wann anders, wenn’s mal schnell gehen muss. Gesparte Zeit, gesundes Essen, gespartes Geld, das vegane Sparfuchsherz freut sich.
  4. Genug Protein bekommst du nun, aber was ist mit den Vitaminen? Frisches Obst und Gemüse ist doch teuer – oder nicht? Kauf Obst und Gemüse am besten im Angebot und regional, dann muss das nicht sein. Ich gehörte immer zu der Fraktion, die gerne auch mal exotische Früchte wie Papaya oder Mangos für teures Geld gekauft hat. Auch wenn diese im Angebot sind, liegen sie immer noch über dem Preis von beispielsweise Äpfeln. Klar mag ich meine Exoten immer noch gerne und freu mich wie ein Schneekönig, wenn ich in Indien all die Leckerchen für ein paar Cent am Straßenrand kaufen kann, aber hier in Deutschland habe ich ihren Konsum auf ein maximales Minimum reduziert (quasi Null). Ich habe auch gehört, dass manche Läden abends vor Ladenschluss oder samstags die Preise reduzieren, vor allem auf Märkten sei das kurz vor Abbau ein verbreiteter Habitus. In Köln hab ich das noch nirgends beobachtet, falls ich an den falschen Stellen war, klär mich bitte auf 😉 Brot ist übrigens meistens vegan und einige Bäckereien bieten das Brot vom Vortag zu einem günstigeren Preis an. Es ist besser als das abgepackte Zeug im Supermarkt und kostet das gleiche.
  5. Pflanzenmilch ist teuer. Stimmt nicht so ganz, aber wenn man bedenkt, dass ein Liter H-Milch irgendwas um die 35 Cent kostet, mag da Gewisserweise was dran sein. Das Gute: du kannst sie ganz leicht selber machen. Für Hafermilch brauchst du nur Haferflocken (die gibt’s auch für unter 1 Euro), Wasser (gibt’s für umme aus der Leitung) und einen Mixer (dessen Anschaffung sich als Veganer ohnehin lohnt, Thema Smoothies, Nicecream und Raw Cheesecake – aber darum geht’s heute nicht, aber vielleicht bald 😉 ). Alles in den Mixer geben, ordentlich mixen, in einem Küchentuch ausdrücken – fertig. Ähnlich kannst du auch mit Sojabohnen oder Nüssen verfahren, die super low budget Variante ist und bleibt aber Hafermilch.

Du siehst, so schwer ist es nicht, sich vegan zu ernähren, vor allem teuer muss es nicht sein. Manchmal könnte man den Eindruck bekommen, dass diese Ernährungsform teurer ist als die sogenannte Mischkost, das liegt aber oft daran, dass tierische Produkte so super billig sind, was, wie ich finde, ein totales Unding ist. Also entspann dich und probier fröhlich aus! Falls du noch tolle Tipps für’s vegane Sparen hast oder dich ein Thema brennend interessiert, dann freu ich mich wie immer über deinen Kommentar 🙂

Ein Lächeln,

Miri

 


Namaste, you loving creature!

Veganism – it’s a diet and way of life which polarizes. Like, I’ve already mentioned it in my interview with Lomography (German only), I distinguish between both and consider myself as on the way but there’s still a long way ahead. But every step in the right direction is worth going, right? Many peopleask me “what is it like to be vegan?” thinking, my food plan only consists of meat replacements and superfood. Therefore, I want to give my readers an insight into my (almost) vegan life. And because the recent topic of this blog is budgeting while travelling, I want to show you today how you can afford veganism on a budget. Before we start I want to stress the importance of food and it is the wrong  end to make cuts.

  1. Avoid brands and vegan substitutes because those are rather expensive. Furthermore, substitutes are weird anyway. They may come in handy during the transition but after a while they become unnecessary. I can get along without any replacements, I usually have it like once in month. And you can find your protein in legumes, nuts and tofu, which you can buy in Asia stores or supermarkets.
  2. Talking about legumes, canned ones might be cheap but if you buy them dry, they’re even cheaper. And the best part is: you can get them everywhere. In order to use beans, lentils, chickpeas and Co., simply let them soak in water over night and cook, bake, fry or whatever you want to do with them. Another plus is, our dry protein friends can be stored for quite a while and, just as rice, can be bought in large packages. Big package means small prices, yeay!
  3. Cook your own food and make a big amount, so you can have it within the next days or to store it in the fridge. You can find many delicious and simple recipes on the internet. Due to the meal prep you also safe time on days where you need it. Saves time, is healthy, saves money, makes our vegan hearts happy, right?
  4. Now you’ve taken care of all the protein, but what about the vitamins? Fresh food is expensive, isn’t it? Not necessarily! Buy fruits and veggies regional and on „sale“. I used to be among those people who bought expensive exotic fruits like papaya or mango on a regular base. Even if they were on sale, they still exceeded the cost of something regional like apples. I still love and enjoy my exotic treats when I can buy them on India’s streets but I cut down my consumption to a bare minimum (zero). I’ve also been told that in some stores they reduce the prices close to shop closure or on Saturdays, especially on markets they regularly proceed like this. I haven’t observed any of this in Cologne but if I’ve been to the wrong places, let me know 😉 By the way: nearly all kinds of bread are vegan and there are bakeries which offer the bread from the day before for lower prices. It tastes better than the packaged stuff in the supermarket and the costs are the same.
  5. Plant based milk is expensive. Well, this is actually not true but considering the fact that a liter of skimmed milk costs about 35 Cents, it seems to be more expensive. The good thing is, you can easily make your own plant milk. For oat milk you only need oats (which cost less than a euro), water (it’s free from the tab) and a blender (which is an investment to consider for a vegan also with regard to smoothies, nicecream and raw cheesecakes but this might be  topic for another post). Put the two components into the blender, blend, put it into towel (above a kettle or something), squeeze, done! You can proceed similarly with nuts or soybeans but oat milk is THE low-budget version.

As you can see, it’s not hard to follow a vegan diet and it absolutely hasn’t to be expensive. Sometimes one can get the impression that it is more expensive than a mixed diet but this is due to animal products being sold at ridiculous low prices, which is such a wrong approach according to me. So sit back and enjoy. If you have any vegan savings tips or you’re interested in a particular topic, let me know in the comments J

A smile,

Miri