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Da bin ich wieder, zurück aus Venedig (click here for the English version). Als mir neulich meine Freundin anbot, sie doch mal in der weltbekannten Lagunenstadt Venedig zu besuchen, habe ich nicht lang gezögert, das Ganze in die Tat umzusetzen. Als der Zeitraum dann feststand und dieser genau ihren Geburtstag beinhaltete, freute ich mich umso mehr auf das Wiedersehen. Da ich wusste, dass ich meinen persönlichen Guide vor Ort habe (ja, sie arbeitet dort tatsächlich als Tourguide) habe ich mich nicht großartig mit der Planung meines Trips beschäftigt. Die meisten Wahrzeichen Venedigs seien eh überlaufen, so die Aussage vieler Freunde und Bekannter. Also machte ich mich, offen für alles, auf den Weg.

Venetian House / Venezianisches Haus

Ankommen

Die Ankunft war sehr positiv: alles ging schnell und auf Anraten meiner Freundin und mit Hilfe der Beschilderung fand ich schnell zum Shuttlebus, der in unmittelbarer Nähe des Ausgangs abfährt. Für 8,00 EUR wird mal bequem und binnen 20 Minuten zum Piazzale di Roma gebracht. Auch um 23:50, als ich, dank der Verspätung meines Fliegers, endlich ankam. Darüber war ich sehr froh, da ich mich, trotz Erfahrung als Alleinreisende, nachts irgendwie immer unwohl fühle, wenn ich gerade irgendwo ankomme.

Gondola Venedig, Venezia, Venice

Die Stadt

Am nächsten Tag lagen die Geburtstagsfeierlichkeiten an. Es sollte mit dem Boot nach Poveglia gehen, eine kleine verlassene Insel in der Lagune, die aus zwei Teilen besteht. Der eine Teil, auf dem wir uns zum BBQ breit machten, ist eher waldartig und über und über mit Brombeersträuchern überwachsen – ein veganes Naschparadies und alles so richtig bio. Der andere, ebenfalls waldartige Teil, zu dem man mittels einer gebogenen Holzbrücke gelangt, beherbergt eine ehemalige psychiatrische Anstalt, die vormals ein Pestlazarett darstellte, und gleicht einem Horrorfilmsetting. Die Anstalt ist in den 70er Jahren verlassen worden, in den Räumen stehen immer noch Betten und Möbelstücke, die rostig und zerfallen sind. Die Natur nimmt sich wieder ihr Territorium zurück: die Mauern der Gebäude sind von Ranken durchwachsen, durch deren Dichte eine dunklere Lichtstimmung entsteht. Man fühlt sich fast wie in einem verwunschenen Ort – in einem Horrorfilm. Falls du jetzt neugierig geworden bist, lass dir zwei Dinge gesagt sein: zum einen muss ich dich enttäuschen, wir haben dort keinerlei gruseliger Begegnungen oder dergleichen gehabt. Zum anderen, stell sicher, dass du ordentlich in Mückenschutz mariniert bist! Die tagaktiven Mücken dort haben meinen Beinen binnen 2 Minuten über 20 Stiche verpasst, so ausgehungert müssen die Biester gewesen sein. Welche Sprays wirklich gut sind, werde ich in einem anderen Post mal näher beleuchten.

Poveglia brigde

Creepy House Poveglia, Venice, Venezia, Venedig

Creepy House Poveglia, Venice, Venezia, Venedig

Die restlichen Tage verbrachten wir damit, uns in Plaudernd den Gässchen der Stadt zu verlaufen, unseren Weg wieder zu finden und die Schönheit Venedigs aufzusaugen. Auf einer ihrer Touren lernte ich allerhand über Venedig, unter anderem aber auch, für wie selbstverständlich manche Menschen eine zweistündige „Free Tour“ nehmen. Wenn du etwas von der Stadt sehen und über ihre Geschichte erfahren willst, buche eine Tour bei La Bussola und vielleicht bist du ja bei meiner lieben Freundin Lara mit dabei, einige der anderen Guides durfte ich auch kennenlernen und kann sie euch empfehlen.

Venice, Venedig, Venezia Canal

Venetian house, Venedig, Venezia

Vegan essen in Venedig

Viele vegane Restaurants gibt es leider nicht, allerdings ist die italienische Küche durchaus vegan-kompatibel und sei es, dass du Spaghetti Napoli oder Pizza Rosso (wenn du deine Pizza „Rosso“ bestellst, erhältst du sie, unabhängig vom Belag, ohne Käse). Wir entschieden uns für ein koscheres Restaurant namens Gam Gam am Rande des jüdischen Viertels – von dem übrigens die Bezeichnung „Ghetto“ abstammt, lies gerne mehr dazu hier. Viele der Gerichte, vor allem Starters, sind vegan – und obendrein super lecker! Einfach zwei, drei bestellen und schlemmen. Der Service war sehr nett und flott! Wir konnten direkt an einem der unzähligen Canals unter einem Sonnenschirm sitzen und speisen. Die Preise sind dort durchschnittlich für venezianische Verhältnisse, würde ich sagen.

Venedig ohne Gelato ist wie Yoga ohne Atmung. Leider bin ich kein Früchtesorbet-Fan (Schokosorbet allerdings schon!), welches normalerweise, bzw. Traurigerweise oft die einzige vegane Option der Gelaterias darstellt. Anders bei Suso in der Nähe des beliebten Marcus Platzes (San Marco). Dort variieren die Eissorten, aber sie haben immer verschiedene vegane dabei. Ich habe Amarenakirsch und Schokolade probiert und war im Gelatohimmel! Ein Bällchen kostet zwar stolze 1,80€, aber die sind es definitiv wert!

Wer Smoothies mag, ist bei Purem gut aufgehoben. Beim Anblick der vermeintlichen Plastikbecher und Strohhalme hätten wir fast einen Rückzieher gemacht, die nette und zufällig deutsch sprechende Service-Mitarbeiterin wies uns aber darauf hin, dass beide Sachen biologisch abbaubar seien. Ein frisch gemachter Smoothie kostet hier um die 4,80€.

Mein absolutes Highlight war das vegane Tiramisu von La Tecia Vegana. Auf dem ersten Blick fühlt man sich ein bisschen wie in einem Imbiss, aber irgendwie haben das viele vegane Restaurants so an sich, warum auch immer. Wir wurden von einem sehr netten Herren auf Englisch bedient. Zum Tiramisu gabs für mich noch einen leckeren alkoholfreien Spritz. Das ganze kostet zusammen 9€ zuzüglich der Service-Pauschale, die in den meisten venezianischen Restaurants obligatorisch ist, sobald man Platz nimmt. Deswegen genießen viele Einheimische ihren Café, Prosecco oder Spritz ganz einfach an der Theke im Stehen, dabei entfällt das zusätzliche Entgelt. Das ist auch ein prima Tipp, solltest du auf der Suche nach einer Toilette sein: ab an die Theke, Käffchen trinken, pinkeln – ciao! 😉

Yogi Squats, Napali Yogamat, Venice, Venedig, Venezia Altana, Sunset

WERBUNG/AD (sponsored): Kommende Woche heißt es für mich wieder einmal: Namaste India! Weswegen ich diesen Post mit diesem kleinen Sonnenuntergangsyoga-Bild mit meiner wunderschönen Napali Yogamatte auf dem Altana (Dachterasse) über den Dächern Venedigs beende (die Zehen voll beim Alignment erwischt, haha). Und mich mit einem Lächeln am heutigen Sonntag von euch verabschiede 🙂

 


Venice for Vegans

Here I am, back from Venice. My friend Lara invited me to come and visit her in the famous lagoon city Venice – and I didn’t hesitate to accept her invitation. When we found the dates I got super excited, also because we would be able to celebrate her birthday. I knew I would have her as my personal guide (she really works as a tour guide), so I didn’t really prepare or plan anything in advance. Most of the famous sports of Venice are crowded anyway, at least that’s what I’ve been told. So I made my way there, basically open for everything.

How to get there

The arrival couldn’t be more convenient: as recommended by my friend, I followed the signs to a bus shuttle which departs near the exit of the airport. It brings you to Piazzale di Roma comfortably within 20 minutes and costs 8.00 EUR.  Even as late as I was at 11:50pm, thanks to a delay. This fact was a relief for me because I always feel a bit unsafe when I arrive somewhere at night, regardless being an experienced solo traveler.

The city

The next day was dedicated to the birthday celebration. By boat we went to Poveglia, a small abandoned island I the lagoon which consists of two parts. One part is very forest like with dozens of blackberry bushes all over – a vegan organic snack paradise, where we had our barbeque. The other part which is also kind of forest like resembles the setting of a horror movie because after crossing a wooden bridge, you reach an abandoned psychiatric institution and former pest lazaret. It remains uninhabited since the 1970s but there are still beds and furniture left which are rusty and falling apart. Nature is taking back its territory as well: the walls of the building are covered in tendrils, sometimes so densely that it creates a very dark lighting. You feel like entering an enchanted place – like in a horror movie. If that might have triggered your curiosity, let me tell you two things: firstly, I have to disappoint you because we haven’t had any creepy encounters. Secondly, make sure to be marinaded in repellent! There is a massive amount of day time mosquitos which must have been starving, so they bit me 20 times within two minutes. I’ll soon be doing a post on the most effective mosquito protection as well.

We spent the other days getting lost in the narrow streets of the city while chatting, finding our way again and soaking up the beauty of Venice. On one of her tours I learnt a lot about Venice, especially that many people take a “free” tour most literally. If you’d like to learn more about the history, I recommend booking a tour with La Bussola and you might be on a tour with my friend Lara. I also got to know some of the other guides and I can recommend all of them.

Eating vegan in Venice

Unfortunately, there are not many vegan restaurants in the city. However, the Italian cuisine is very vegan friendly overall. At least you can easily stick to spaghetti Napoli or pizza rosso (if you order your pizza “rosso”, which means red, you’ll get it, no matter what the topping is, without any cheese). We went to a kosher place named Gam Gam in the Jewish part of Venice. This district, by the way, was the eponym of “Ghetto” as we know it today. Many of the restaurant’s dishes, especially starters, are vegan and super yummy. Just order two to three and enjoy. The service was very good and quick. We sat next to one of the many canals under an umbrella and had our lunch. The prices are average in Venetian terms, I’d say.

Venice without gelato is like yoga without breathing. I’m not a fruit sorbet fan (chocolate is great though!) but unfortunately it’s the only vegan options in gelaterias. Suso is different. Located near San Marco they offer a variety of flavors and they always have vegan options among them. I tried amarena cherry and chocolate and entered gelato heaven! A scoop is 1.80€ but so worth it!

If you like smoothies, go grab one at Purem. The very kind lady in the shop assured us that the plastic looking cups and straws, which almost scared us away, are biodegradable as well. A freshly made smoothie costs around 4.80€.

My highlight was vegan tiramisu (yes you read right!) at La Tecia Vegana. The interior reminds a bit of a take away, which is very often the case with vegan restaurants, I think. We were served by a very nice English speaking guy. I ordered a non-alcoholic spritz aside. Including an obligatory service charge, which is quite common in Venetian restaurants if you like to sit down at a table, I paid 9€. Due to the service charge, many locals have their café, prosecco or spritz standing at the bar. As long as you stand, you won’t be charged. This is a great tipp: if you’re looking for a restroom, just go to the bar, have a coffee, pee – ciao! 😉

Next week I’ll be heading towards India again. This is why I’m closing this post with the sundown-yoga picture with my beautiful Napali yogamat* on the altana above the roofs of Venice. Have a great Sunday!