Eigentlich sind es nicht nur Dinge, sondern auch Angewohnheiten, die wir oft haben, aber nicht benötigen. Die Zeit von Weihnachten bis Neujahr bietet viel Raum für die Ziele des kommenden Jahres und Abschluss des sich dem Ende neigenden Jahres. Hier ist meine persönliche Liste der Dinge, die du 2019 nicht mehr brauchst, welche ich um allgemeingültige Punkte rund um das Thema Nachhaltigkeit und Minimalismus erweitert habe. Inspiration zu guten Vorsätzen gibt es inklusive 😉

 

1 – Plastikverpackungen

Zum Glück gehen viele Einkaufskonzepte langsam aber stetig Richtung „unverpackt“. In Großstädten gibt es Unverpacktläden, in Biosupermärkten gibt es vereinzelt Abfüllstationen. Aber jede*r einzelne kann im Alltag sein Bestes tun und Plastikverpackungen vermeiden. So helfen frische, unverarbeitete Nahrungsmittel immens bei der Vermeidung. Auch ich neige, wie die meisten auch, zu Bequemlichkeit und greife immer noch zu häufig zu verpackten Dingen. Damit soll 2019 Schluss sein.

Vorhaben: Suche einmal pro Woche eine unverpackte Alternative und kaufe diese, anstelle der verpackten Variante.

 

2 – Zu viele Kleidungsstücke

Der*die Durchschnittsdeutsche kauft sich im Jahr 60 Kleidungsstücke. Wozu eigentlich? Hier ist eher von „haben wollen“ als „wirklich brauchen“ die Rede. Du kannst 2019 aufhören, Kleidung für 20.000 Anlässe zu horten, von denen vielleicht 5 eintreten. Wenn überhaupt. Vielleicht kannst du 2019 eine Capsule Wardrobe starten. Diese ist nicht nur ästhetisch, sondern macht auch noch Spaß und ich verspreche dir, du wirst nichts vermissen. Wenn du nicht wie ich mit nur noch 30 Teilen pro Saison auskommen kannst, reicht es, wenn du vielleicht erstmal deinen Schrank um 1/3n oder 1/4 der Kleidung erleichterst. Wenn du mehr Inspiration brauchst, kannst du dich auf 2019 freuen, denn – und so viel habe ich gestern bereits verraten – kommt ein eBook von mir zu diesem Thema heraus.

Vorhaben: Reduziere deinen Kleiderschrank und Kleidungskonsum. Mein im Januar erscheinendes eBook wird dir dabei helfen (vorerst nur auf Englisch, aber hey, vielleicht möchtest du das ohnehin 2019 verbessern?). Falls du es kostenlos als Preview-Exemplar haben möchtest, hast du am Ende des Posts die Gelegenheit, es dir zu sichern. Trage dich dazu einfach für den Capsule Wardrobe Newsletter ein 🙂

 

3 – Einweggeschirr

Einweg-Kaffeebecher, wie die eines weltweiten amerikanischen Kaffee-Großkonzerns, sind so 2012! Wer 2019 nicht endlich aufwacht, was die verheerenden Folgen von Strohhalmen, Plastiktellern, Pappbechern und Co angeht, dem*der ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen. Ich bitte dich inständig: dies sind eindeutig Dinge, die du 2019 nicht mehr brauchst. Ich werde beim Auswärtsessen und in Bars demnächst noch mehr darauf achten, keine Strohhalme mit Getränken zu erhalten. Das ist mir in diesem Jahr noch gelegentlich passiert.

Vorhaben: Nutze keine Einwegprodukte mehr in 2019. Ohne Ausnahme.

 

4 – Fast Fashion

Ein mittlerweile häufiges Thema auf The Soulfood Traveller. Zu viel zu besitzen ist die eine Sache, was wir besitzen eine andere. Viele Menschen wissen um die Gegebenheiten in Billiglohnländern. Sie sind schockiert, wenn sie Aufnahmen sehen, geloben Besserung. Aber dann rennen sie bereits eine Woche später zu den Fast Fashion Giganten, „weil das Oberteil so süß ist“, „weil man nunmal eine Jeans brauchte“ oder „weil man ja den Arbeitsplatz der armen Frau in Indien aufrecht erhalten möchte“. Wenn wir bestimmte Marken boykottieren oder mehr bei Fair Fashion Unternehmen einkaufen, könnten wir diese Giganten zum Umdenken bewegen. Davon bin ich überzeugt. Wir sollten daher 2019 aufhören, diesen stinkreichen Individuen noch mehr Geld aufs Konto zu spülen und an die Menschen denken, die unsere Kleidung herstellen.

Vorhaben: Entweder kaufst du fair und nachhaltig ein oder gar nicht.

 

5 – Trends folgen

Trends und Fast Fashion sind oft miteinander verbunden. Je weniger du glaubst, dem neusten Trend folgen zu müssen, desto weniger wirst du haben wollen und desto weniger wirst du zur Bedürfnisbefriedigung zu Fast Fashion greifen. Frage dich, warum du Teil eines schnelllebigen Trends sein möchtest. Vielleicht ist es gar nicht der Trend, sondern ein Defizit in dir selbst, das dich immer wieder neue Sachen kaufen lässt.

Vorhaben: Werde erwachsen und pfeif auf Trends. Du bist besser als jedes neue Trendteil!

 

6 – Übermäßiger Fleischkonsum

Nichts scheint den meisten Menschen schwerer zu fallen, als Fleisch aufzugeben. Das zeigt, wie tief verwurzelt der Konsum schmackhaft gewürzter Tierkörperteile in unserer Gesellschaft ist. Die meisten Menschen haben auch davon gehört, wie schlecht ihr geliebtes Steak für die Umwelt ist. Da sie das aber „natürlich nur beim Metzger des Vertrauens“ kaufen, reden sie sich ein, etwas Gutes zu tun. Wenn mal alle Berufsgruppen so viel Vertrauen genießen würden. Wenn jede*r nur einmal die Woche Fleisch, Wurst und Co konsumieren oder sogar vegetarisch werden würde, könnten wir den Abwärtstrend unseres Planeten zumindest ein wenig dämmen. Bitte stell dein Geschmackserlebnis nicht mehr länger über ein Tierleben und das Leben unserer Erde – es gibt tausende fleischfreie Leckereien!

Vorhaben: Falls es gar nicht anders geht, reduziere deinen Fleischkonsum auf einmal pro Woche. Vielleicht probierst du auch mal eine vegane 30 Tage Challenge aus.

 

7 – Motzen und schlechte Laune

Ich gestehe, ich motze oft viel zu viel. Und obwohl ja eigentlich keinen Grund dazu hätte. Mir geht es gut, aber es gibt immer was zu meckern. Ich habe einen gut bezahlten Job, der stressig ist, aber den habe ich mir selbst ausgesucht. Jeden Tag um 5 Uhr aufzustehen und 1,5 Stunden pendeln nervt gewaltig, aber ich wohne in meiner Lieblingsstadt Köln und wir zahlen wenig Miete. Du siehst, auch ich habe viel Raum für Verbesserung. Daher brauche ich Motzen, Meckern und schlechte Laune 2019 nicht mehr – und du sicherlich auch nicht. Denn, was ändert sich durch motzen? Nichts, du hast nur schlechte Laune.

Vorhaben: Atme tief durch und einfach mal lächeln statt zu motzen. Es steht dir besser und hebt die Laune.

 

8 – Fast Food

Der Dalai Lama sagte einst in seinem „Paradoxon des Lebens“: „We have fast food but slow digestion“ (wir haben schnelles Essen, aber eine langsame Verdauung). Unter Fast Food verstehe ich persönlich nicht nur die bekannten Burger „Restaurants“ und Co., sondern auch Fertiggerichte und andere verarbeitete Produkte im Supermarkt. Diese sind unnötig verpackt und vollgestopft mit zu viel Zucker und/oder Salz, vielleicht auch noch bedenkliche Zusätzen. Dein Körper wird dir den Verzicht danken. Auch ich muss vor allem meinen Zuckerkonsum herunterschrauben, denn auch die vegane Kekse und Schoki aus dem Zero Waste Laden hat Zucker – und ich esse eindeutig zu viel davon. Let food be thy medicine – nie war es wahrer.

Vorhaben: Bereite dein Essen frisch zu. Wenn du wenig Zeit hast, ist „Meal Prepping“ (Essensvorbereitung) vielleicht etwas, das du ausprobieren kannst.

 

9 – Ausreden

Ich selbst bin hervorragend darin, Ausreden dafür zu finden, Dinge nicht zu tun. Prokrastinantion ist mein zweiter Name. Im kommenden Jahr soll damit Schluss sein. Keine Ausreden mehr. Wenn mir etwas wirklich nicht passt, dann werde ich es auch nicht machen und auch sagen warum. Ich werde aufhören, mir etwas vorzumachen und Dinge einfach anzupacken. Tschaka!

Vorhaben: Verwende weniger Ausreden, handle dafür mehr.

 

10 – Stress

Der meiste Stress, den ich jemals hatte, spielte sich vornehmlich in meinem Kopf ab. Diese Erkenntnis war alles andere als bequem. Stress ist nicht nur unnötig, sondern auch ungesund. Und vermeidbar – auch wenn wir uns das oft nicht eingestehen wollen. Es ist so wichtig, dass wir auf unsere Körper hören und das trotz aller externer Faktoren, die dem oft entgegenstehen. Ignoriere die Zeichen deines Körpers nicht, lerne wieder im Einklang mit deinem Inneren zu leben. Yoga und Meditation sind daher ein essenzieller Bestandteil meines Lebens mittlerweile

Vorhaben: Betrachte Stress einmal aus einer anderen Perspektive

 

Ich hoffe, mit diesen Dingen, die du 2019 nicht mehr brauchst, konnte ich dir Inspiration für das kommende Jahr liefern, ob als guter Vorsatz oder einfach als unabhägige To-Do-List. Falls du dich für mein Capsule wardrobe eBook interessierst, kannst du dich hier gerne eintragen und erhältst alle News bis zum Release und dein eigenes Preview-Exemplar pünktlich zum Release. Auch morgen geht es weiter hier auf dem Blog und gestern gab’s das hier zu lesen.

Auf was möchtest du in 2019 verzichten?

 

Ja, ich möchte die News bis zum Release des eBooks und ein Preview-Exemplar per E-Mail erhalten.