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Ich gebe zu, oft habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich viel unterwegs bin. Ich bin mir der Umweltbelastung durch meine Fliegerei durchaus bewusst und hoffe, durch meine vegane Ernährung meinen ökologischen Fußabdruck dennoch zu schmälern (wie, das habe ich HIER mal zusammengefasst). Doch nicht nur Nachhaltigkeit, auch faire Bedingungen sollten immer mitreisen beim “Fairreisen”. Heute gebe ich dir ein paar Anregungen und Tipps, wie du dein Reiseverhalten ein bisschen nachhaltiger und fairer gestalten kannst.

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All Exclusive statt All Inclusive

Warum? Denn die einzigen, die davon profitieren sind die Hotels selbst und das Geld bleibt meist noch nicht einmal im Reiseland, weil es sich um eine Kette oder Inhaber aus dem Ausland handelt. Das schadet in erster Linie den Restaurants und Bars vor Ort, die meist von Einheimischen betrieben werden. Und mal ehrlich: sooo toll ist das Essen in den All Inclusive Burgen doch eh meist nicht, vor allem im direkten Vergleich mit der landestypischen, frischen Küche, die dich in kleinen, authentischen Lokalitäten erwartet. Das gilt für mich als vegane Reisende sowieso. Also, raus aus den Resorts und Hotelketten und rein in die einheimische Wundertüte, die es jenseits des Hintern-hinterher-getragen-Bekommens gibt. Außerdem sehen die Plastikbändchen doch eh irgendwie blöd aus und sind alles andere als umweltfreundlich. Du siehst, es spricht sehr viel gegen All Inclusive. Wenn du dennoch nicht darauf verzichten kannst oder willst, dann denk bitte an die Trinkgelder für die, meist einheimischen, Hotelangestellten, damit wenigstens ein bisschen Gutes vor Ort getan werden kann.

 

Längere Zeit an fernen Reisezielen und weniger Gepäck?

Klingt erstmal paradox, vor allem für diejenigen, die gerne mit so viel wie möglich verreisen und die Koffergröße proportional zur Reisedauer wächst. Flüge sind eine immense Umweltbelastung, aber die schönsten Orte sind leider meistens tausende Kilometer entfernt. Kennst du dieses Dilemma? Mir ist sehr wohl bewusst, dass nicht zu fliegen die viel nachhaltigere Option ist. Du kannst dein Gewissen ein kleines bisschen beruhigen, indem du für längere Zeiträume in ein fernes Land fliegst. Außerdem überlege dir, nur mit einem Rucksack oder sogar nur Handgepäck zu verreisen. Tipps dazu hatte ich HIER schon mal beschrieben. Denn weniger Gepäck heißt weniger Last im Flugzeug und das heißt weniger Luftverschmutzung – und mehr Freiheit für dich. Denn mal ehrlich, wie viele Sachen aus deinem riesigen Koffer hast du nach einer Reise schon unberührt wieder mit nach Hause genommen?

Wenn du dann vor Ort angekommen bist, oder am besten schon vorher, mache dich vertraut mit den Möglichkeiten öffentlicher Verkehrsmittel. Diese sind, vor allem in Ländern in Asien oder Afrika, nicht nur sehr günstig, sondern auch besser für die Umweltbilanz.

Wenn du gerne mal deinen etwaigen ökologischen Fußabdruck vor Augen geführt haben möchtest, kannst du bei myclimate Deutschland (KEINE WERBUNG, Empfehlung) mal berechnen lassen, was deine Umweltbilanz sagt.

 

Apropos Gepäck

Shampoobars und Seife stellen eine nachhaltige Alternative zu Duschgel und flüssigem Shampoo dar. Ich nehme aktuelle immer nur noch eine wiederbefüllbare Shampooflasche mit. Mein Gedanke dahinter ist ein durchaus pragmatischer: denn was die Haare sauber macht, wird wohl auch den Körper säubern. Oder? Im Rahmen meines Fairreisen-Selbstversuches, werde ich zukünftig auf die Bars zurückgreifen.

 

Pool am Meer? Nein Danke!

Was für eine heiden Wasserverschwendung, oder? Klar, Infinitypools mit dem Meer im Hintergrund machen sich toll auf Instagram. Aber Strand und Meer sollten doch eigentlich ausreichen, um sich mal eben schnell abzukühlen. Und jetzt komm mir nicht mit Angst vor Haien, die gibt es nicht überall und im knie- bis hüfttiefen Wasser solltest du durchaus sicher sein 😉 Sei allerdings vorsichtig bei starken Wellen und Strömungen. Aber ansonsten ist das Meer eine nachhaltige Alternative zum Pool, welche, genau wie der Pool, sauber gehalten werden sollte.

 

Ski fahren auf hübsch präparierten Pisten? Bitte nicht.

Ähnliches wie für die Pooljunkies gilt übrigens auch für die Wintersportliebhaber: Wusstest du, dass die Skipistenpräparation nicht nur der unter dem Schnee liegenden Vegetation schadet und teilweise zur völligen Zerstörung ebendieser führt? (Quelle:Uni Stuttgart) Das bedeutet im Umkehrschluss eine größere Gefahrt durch Lawinen, Erdrutsche und Überschwemmungen aufgrund der veränderten Bodenbeschaffenheit. Und als sei das noch nicht genug Schaden, verbrauchen die Schneekanonen, die oftmals zum Einsatz kommen, Unmengen an Strom und eine Million Liter Wasser pro Hektar beschneiter Piste. Das entspricht dem Wasserverbrauch einer Großstadt wie Hamburg! (Quelle.WWF) Wenn du also gerne nachhaltig Ski fahren möchtest, meide künstlich beschneite Pisten, reise mit der Bahn an (denn auch durch die Anfahrt für ein paar Tage mit dem Auto leidet die Umwelt) und suche zertifizierte Unterkünfte, die sich dem Umweltschutz verschrieben haben.

 

Fairreisen vor Ort: Tiere, Wasser, Sport und Müll

Bitte bitte macht nie etwas mit wilden Tieren!!! Elefanten sind zum Beispiel wunderschöne Tiere, aber du hast ganz sicher nichts auf ihren Rücken zu suchen, da sie das mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit – also mit Gewissheit – nicht freiwillig machen und obendrauf in den aller meisten Fällen misshandelt werden. Selbiges gilt für Raubkatzen, die an einer Leine Gassi geführt werden können. Geparden sind nicht umsonst die schnellsten Lebewesen der Erde, sie haben also nichts an einer Leine zu suchen.

Im Hotel gilt natürlich wie zu Hause: Wasser und Energie sparen so gut es geht. Frage dich, ob die Klimaanlage tatsächlich die ganze Nacht ballern muss oder ob ein abendliches Abkühlen des Raumes ausreicht. Die Regendusche ist vielleicht super toll, aber bitte nutze sie nicht länger als 2 Minuten, vor allem in Ländern, in denen Wasser knapp ist.

Wo wir gerade beim Wasser sind: in vielen Ländern gibt es Trinkwasser nur in Plastikflaschen. Das ist blöd, aber es ist nun mal so. Was du tun kannst, um unnötigen Müll zu vermeiden, ist leere Trinkflaschen aus großen 2-5L Kanistern immer wieder befüllen. Oder Leitungswasser ordentlich abkochen, abkühlen lassen und dann abfüllen – dann ist selbst das baktierenreiche Leitungswasser in Indien trinkbar.

Als sportliche, nachhaltige Aktivitäten bieten sich Wandern, Surfen, Klettern, Schnorcheln, Radfahren, Kanu oder Kaya fahren, Citywalks oder einfach das klassische am Strand Rumgammeln an. Wenn du schon einmal am Strand bist, oder egal wo, hinterlass bitte keinen Müll und sei vielleicht sogar so nett und sammle den Müll unserer nicht so umweltfreundlichen Mitmenschen auf.

 

Das sind meine persönlichen nachhaltigen und fairen Reisetipps, weitere kannst du zum Beipsiel auch beim WWF nachlesen. Falls du noch mehr zum Thema Fairreisen wissen willst, lege ich dir diese Bücher ans Herz. Durch das Darauf-Klicken kommst du mittels eines Affiliate-Links zur entsprechenden Seite von Amazon. Wenn du dort etwas kaufst, erhalte ich eine keine Provision, von der ich 30% einem guten Zweck spende.

   

Aber vielleicht hast du ja auch Tipps zum “Fairreisen” parat, die du mit mir teilen möchtest. Ich freue mich, sie in den Kommentaren zu lesen.

 

Mein Wochenrückblick zu meiner Reise nach Wien mit veganen Restaurantempfehlungen wird so bald wie möglich erfolgen!

 


Sustainable and fair travel

I must admit that sometimes I do get a bad conscience when I am off travelling a lot. I am conscious of the environmental damage my flying causes and therefore hope to reduce my ecologic footprint through my vegan lifestyle. Not just sustainability but also fair conditions should always travel with you. Today I will give you ideas and some advice on how you can shape your journeys a bit more sustainably and fair.

All exclusive instead of all inclusive

Why? Because the only ones who profit are the hotels themselves, which are often big chains and based abroad, so that the money doesn´t even stay inside the country. The principal damage is done to local restaurants and bars which are run by natives. And to be honest: mostly the food in all inclusive castles isn’t thaaaaat great anyways, especially compared to the typical fresh cuisine awaiting you in small authentic localities. For me as a vegan traveller this is self-evident. So, get out of the resorts and into the local lucky bag found outside of any dependence. These plastic wristbands look bad anyway and are bad for the environment, too. You see, there are many reasons against all inclusive! If you cannot or do not want to give it up despite these reasons, please do not forget to tip the mostly local employees so that at least some good can be done.

Distant travel destinations but less luggage?

Sounds paradox, especially for those who like to take as much as possible and the suitcase grows proportionally to the length of stay. Flights are a huge environmental burden and most beautiful places are unfortunately many thousands of kilometres away. You know this dilemma? Then you can calm your conscience a bit by going to a distant country for a longer period of time. Additionally, you can think about only taking a rucksack or even just hand luggage. I wrote some advice on that earlier on. Less luggage means less weight on flight and this means less pollution- and more freedom for you. Because let´s be honest, how many things out of your huge suitcase came back home with you, untouched?

Once you arrived, or even better before, get to know your public transport options. These are, especially in countries in Asia or Africa, not only cheap but also better for the environment.

Speaking of luggage

Shampoobars and soap are a sustainable alternative to shower gel and liquid shampoo. I only take shampoo as my thoughts are pragmatic: what cleans your hair will clean your skin too, won´t it?

Pool by the seaside? No thank you!

What a huge waste of water! Of course, infinity pools with the sea in the background are great for Instagram pictures. But beach and sea should be sufficient for a quick cool down. And don´t tell me about your fears of sharks- they don´t even live everywhere and especially not in knee- to hip deep water! Be careful though with strong waves and currents. Nevertheless, the sea is a great and sustainable alternative to a swimming pool which, just like a pool, should be kept clean.

Skiing on beautifully prepared slopes? Please don´t.

Did you know that this kind of preparation of slopes damages the vegetation and may even lead to a complete destruction? (Source: geografie.uni-stuttgart) Reversely this means more avalanches, landslides and floods due to changed soil properties. As if this isn´t enough damage, snow canons use loads of energy and millions of litres per hectare snowy slope. This equals the water consumption of a city like Hamburg! (Source: wwf.de) So if you want to ski sustainably avoid artificially snowy slopes, travel by train (because the environment suffers if you use a car for these few days) and find certified accommodations committed to environmental protection.

Sustainable and fair rules on-site

Please please don´t ever do something with wild animals! Elephants are beautiful animals but you have no business riding on their backs, because certainly they don´t do that freely and are usually mistreated.

In hotels like at home: save water and energy as much as possible. Ask yourself whether you really need to have the aircon on all night or if cooling your room down in the evening is enough. The rain shower may be great but please don´t use it more than 2 minutes, especially in countries where water is scarce.

Speaking of water: many countries only have drinking water in plastic bottles. This is annoying, but you can´t change it. What you can do to avoid unnecessary plastic waste is to fill up empty bottles out of 2-5l canisters. Or you boil tap water, cool it and bottle it- because then even Indian tap water which is abundant in bacteria will be drinkable.

As a sporty and sustainable activity you can go hiking, surfing, climbing, snorkelling, cycling, canoeing or kayaking, go for a walk in the city or enjoy the classical chilling by the beach. If you are at the beach, no matter where, please don´t leave any trash and maybe be nice and pick up the waste of not so environmentally-friendly humans.

 

These are my personal fair and sustainable travel advices. If you want to know more about fair travelling I recommend you the books mentioned above (there are affiliate links bringing you straight to Amazon).

Maybe you also have some advice you want to share with me, I am looking forward to read about it in the comments.