Die meisten von uns, die nicht nur mit rosa Brille und im Ignore-Modus durch’s Leben laufen werden mittlerweile verstanden haben, dass Umweltschutz keine Option, sondern unser aller Pflicht ist. Für diejenigen unter meinen Lesern, wobei, halt Stop… Meine Leser*innen sind doch bereits #mirisecoclub, oder? Falls ja, hinterlass mir gerne einen Kommentar und verrate mir, ob du The Soulfood Traveller bereits länger verfolgst und Mitglied in #mirisecoclub bist.

Also noch einmal von vorn: für diejenigen, die vielleicht noch Inspiration und Gründe für den Umweltschutz suchen oder Argumente suchen, um andere zu überzeugen, dann ist der Post genau das Richtige.

 

Grund 1: Menschenschutz

Meiner Meinung nach sollten alle Eltern dieser Welt kleine militante Ökos sein. So radikal das klingt, so ernst meine ich es auch. Wenn uns etwas daran gelegen ist, dass unsere Kinder und zukünftige Enkel noch etwas von diesem Planeten haben, müssen wir unser Verhalten gravierend verändern. Ohne Ausreden, Ausflüchte und Entschuldigungen. Für mich ist vor allem der Menschenschutz der wichtigste aller Gründe für den Umweltschutz.

Aber nicht nur die zukünftigen Generationen sollten geschützt werden vor Kriegen um Ressourcen, Vermüllung des Planten und – dazu mehr in Grund 3 – den Folgen des Klimawandels. Auch die weniger Privilegierten auf dieser Erde bedürfen Schutz. Wenn wir weiter machen wie bisher und sich die Weltpopulation obendrauf noch steigert, wird es immer mehr Menschen geben, die Hunger leiden müssen.

 

Grund 2: Tierschutz

Durch den Fortschritt des Klimawandels werden viele Tierarten in ihren Lebensräumen bedroht, da diese schlichtweg schwinden oder die Suche nach Nahrung zunehmend erfolglos verläuft.

Zudem kommt Gier vieler Menschen nach Fleisch. Es ist kein Geheimnis mehr, dass der Fleischkonsum, wie er in den westlichen Teilen dieser Welt vorherrscht, diesen Planeten zerstören wird. Vor allem, wenn aufstrebende Entwicklungsländer irgendwann eine ähnliche Gier entwickeln. Die Tiere der Massentierhaltung werden nur für den Zweck der Verarbeitung gezüchtet oder sollte ich treffender sagen „hergestellt“, da sie ohnehin in der Wahrnehmung vieler mit Gegenständen gleichgesetzt werden. In ihren kurzen Leben werden sie vollgestopft, mit Essen und Medikamenten (wusstest du, dass 80% des Sojaanbaus an Tiere verfüttert wird? Auch an jene, deren natürliche Nahrung überhaupt keine Hülsenfrüchte vorsieht. Soja ist eiweißreich und bringt diese Hochleistungszüchtungen dazu, aufzugehen wie Hefeklöße, damit sie schnell geschlachtet und gegessen werden können) gequält und dann getötet. Massenweise. Und jedes Stück Fleisch aus dem Supermarkt (dazu zählen nicht nur Schnitzel und Steak sondern auch Wurst, Schinken und Co., was viele oft verdrängen) und Großteils auch der sogenannten „Metzger des Vertrauens“ trägt zu dieser Massentötung bei. Und nebenbei: durch die Abschaffung der Massentierhaltung könnten wir auch die in Grund 1 erwähnten hungernden Menschen ernähren. Es ist im Prinzip sehr sehr einfach, wir müssen nur aufhören, an unseren Gewohnheiten krampfhaft festzuhalten nur weil „es immer schon so war“. Spoiler: Massentierhaltung und unnötige Quälerei gab es nicht „schon immer“.

 

Grund 3: Prävention von Naturkatastrophen

Zugegeben, Naturkatastrophen gab es schon immer. Nur die Intensität und die Häufigkeit hat sich in den vergangenen Jahren bereits verändert. Auch der Jahrhundertsommer in Europa, so schön er auch war, ist unter anderem Resultat dessen, was sich derzeit auf unserem Planeten tut. Wenn du also nicht möchtest, dass Aachen irgendwann ein Strand-Spot wird, Menschen unter Hitze, ausbleibender Ernte und gefährlichen Stürmen leiden, ist es Zeit, etwas zu ändern. Meiner Meinung nach sind das gute Gründe für den Umweltschutz.

 

Grund 4: Förderung von Forschung

Wenn wir alle so viele umweltschädliche Dinge wie möglich boykottieren, wird auch endlich mehr Geld in Forschung gesteckt, die nach Alternativen sucht. Ansonsten kannst du dir nahezu sicher sein, dass die oppositionäre Lobby alles dafür tut, dass sie nach wie vor alle verfügbaren Gelder zugespielt bekommen. Da aus der Forschung Innovationen entstehen und neue Technik(en) erschaffen werden, welche Fachkräfte erfordern, werden übrigens auch Arbeitsplätze geschaffen. Was uns zu Grund 5 führt.

 

Grund 5: Schaffung neuer Arbeitsplätze

Ein Argument dafür an alten Gepflogenheiten festzuhalten, ist oftmals die Gefährdung von existierenden Arbeitsplätzen. Dazu sollte man zwei Dinge bedenken: nicht alle Arbeitsplätze würden von heute auf morgen wegrationalisiert, sondern es würde graduell geschehen. Sofern die Forschung an Alternativen gefördert wird, werden andere, ähnliche aber nachhaltigere Arbeitsplatzumgebungen geschaffen. Das heißt, eine Verschiebung anstelle eines Wegfalls ist durchaus denkbar. So müssten sich z.B. die Betreiber von Massentierhaltungsanlagen zwar irgendwann umorientieren, aber da nicht die gesamte Welt von heute auf morgen vegan würde, würde zunächst die ausbleibende Nachfrage eine Reduktion hervorrufen, welche sich graduell vollzieht.

 

Du siehst, viele der Gründe für den Umweltschutz bedeuten für uns, dass wir (endlich) aufhören nur an uns zu denken und handeln. Vor allem ist es unabdinglich, dass wir Verantwortung für unser Handeln übernehmen. Morgen geht es übrigens auf Leilas Blog mit unserer Blogparade weiter, gestern konntest hier das 21. Türchen öffnen.

Meine Frage an dich ist nun: Welche Gründe für den Umweltschutz sind für dich besonders ausschlaggebend?