Heute ist es einmal an der Zeit für einen Gastbeitrag. Die liebe Eva hat sich daher bereiterklärt, die Selbstfindung mit dem Reisen zu kombinieren und ihre Erfahrung in Form von 5 Tipps mit uns zu teilen.

Haben wir nicht alle schon einmal davon geträumt einfach durchzubrennen? Eine Zeitlang das zu tun was man möchte? Sich von Niemanden beeinflussen zu lassen?

Genau das ging ständig in mir vor, doch ein Problem gab es da. Ich wusste einfach nicht von was ich wirklich Träume. In der einen Woche wollte ich Augenärztin werden und in der nächsten Hundetrainerin. – liegt ja unheimlich nah bei einander, Ironie off, ähnlich wie Geburtshelferin und Bestatterin, stand übrigens auch beides auf meiner Liste. Ihr merkt also, viele würden mich als einen sehr sprunghaften Mensch bezeichnen, ich selber denke mehr an Kreativität als an Sprunghaftigkeit. Kreativität zu bändigen wäre nicht richtig aber so kam ich einfach nicht weiter.

Ich musste erst mal herausfinden, was ich wirklich möchte.

Wie mir Reisen geholfen hat mich selbst zu finden, verrate ich euch jetzt.

1. Joker oder Fluch? – Deine Reisebegleitung
Nichtjeder Mensch ist als Reisebegleitung geeignet und kann euch ordentlich durchrütteln. Wenn ihr immer nur unterschiedliche Ziele verfolgt, könnt ihr euch nicht auf euch selbst konzentrieren. Ihr braucht vielleicht nur euch allein. Manchmal ist es besser, niemanden bei sich zu haben, wenn man in den Dialog mit sich selbst möchte. Wer allerdings nicht auf ein vertrautes Gesicht verzichten kann, dem Empfehle ich auf folgende Punkte zu achten:
– Habt ihr gleiche Reise Vorstellungen. Ein ständiger Neinsager kann euch ganz schön ausbremsen.
– Istes eine Person, die euch Motivieren kann, wenn ihr es braucht? Euch auch in Frieden lässt, wenn ihr durch Atmen möchtet?
– Kannsich euer Partner auch alleine beschäftigen?
Verzweifelt jetzt nicht, wenn ihr mit der ganzen Familie verreisen solltet. Lasst euch nicht stressen, legt für den Urlaub neue Regeln fest. Gerade im Urlaub könnt ihr mehr Hilfe erwarten und die Aufgaben gleichmäßiger verteilen. Schafft euch eine Atmosphäre, die ihr bewältigen könnt.

2. Muss ich, um mich selbst zu finden an einen außergewöhnlichen Ort?
Anders als man vielleicht denken mag, ist das Reiseziel nicht wirklich ausschlaggebend. Ihr müsst nicht ins Himalaya und dort den Dalai Lama treffen oder auf einem Piratenboot durch die Karibik segeln, um die Piratenbraut in euch zu wecken. Natürlich mag ich euch nun keine Spitzenidee ausreden. Es geht allerdings auch einfacher. Sucht euch etwas aus, wo ihr zu Ruhe kommt, aber nicht vollkommen zum Zombie mutiert. Das Reiseziel ist so individuell wie ihr selber. Ihr werdet gleich auch verstehen warum.

3. Ziele setzen und erreichen – Schritt für Schritt zum Traum
Einwichtiger Bestandteil um sich selbst finden zu können, sind Aufgaben.
Ich habe lange Zeit davon geträumt 100 m Sprinterin zu werden. Fange ich allerdings anzulaufen, bin ich nach drei Schritten aus der Puste, meine Brüste verselbstständigen sich- Trotz Sport BH und merke jedes Mal, wie sehr ich laufen hasse. In solchen Momenten frage ich mich also immer. Wie konnte es zu diesem Traum kommen.Schnell wird mir bewusst, wäre ich nur einmal auf die Straße gegangen und wäre Hundert Meter gelaufen, anstatt davon zu träumen. Hätte ich wahrscheinlich geahnt, dass ich es hasse.

Genau dasselbe gilt für eure Aufgaben. Was wolltet ihr schon immer mal machen? Davon nehmt ihr nun mindestens die Hälfte von weg und probiert es aus.

Ich wollte schon immer mal mit einem Rucksack die Welt bereisen und dabei einen anspruchsvollen Berg erwandern. Also gab es für mich die Tagesaufgabe- eine Bergwanderung. Nur halb so viel Gepäck und nur halb so viel Strecke.
Was soll ich euch sagen.Ich mag auch keine Berge, habe aber über mich Flachlandei gelernt, das ich bereit bin mich durchzubeißen, bis mich die schöne Aussicht belohnt. Ich weiß nun, dass ich es schaffen kann, das mir müde Beine, schmerzende Füße und ein Schlaf wie ein Stein Freude bereiten.

Mit jeder Aufgabe die man bezwingt, erhält man auch Erfahrungen. Erfahrungen, die man ganz alleine für sich auswerten muss.

Welche Aufgaben ihr euch stellen müsst? Ich weiß es nicht, nehmt etwas von dem ihr denkt es könnte euch Freude bereiten, was euch vielleicht an eine eurer Grenzen treibt.

– Schwimmen im See
– Wandern
– Singen in der Fußgängerzone
– Sport

4. Körper und Geist in Einklang
Viele der Aufgaben sind eine Mischung aus Körper und Geist. Das Wandern an sich beansprucht die Muskeln. Das nicht aufgeben wollen, vielleicht über den Schmerz gehen. Sich gedanklich nicht hängen zu lassen. Das benötigt den Geist.

Oft ist es allerdings so, dass wir gerade in diesen Situationen schnelle Entscheidungen treffen. Von Adrenalin mit gerissen oder einem motivierendem Begleitet, erleben wir oft Situationen in denen wir mehr Handeln als denken.

Eure Ruhephasen solltet Ihrdazu nutzen, noch einmal in euch zu gehen. Über Dinge nachzudenken die euch Glücklich machen, den Moment genießen und vielleicht einfach mal ein gutes inspirierendes Buch zu lesen.

Trainiert nicht nur eure Muskeln, sondern auch euren Geist. Seit Stolz auf Dinge, die Ihr geschafft habt, genießt dieses Gefühl und werdet Selbstsicherer.

5. Auswerten
Zum guten Schluss kommt euer Fazit.
Euer Körper tut weh, eure Gedanken sind geordnet und jetzt wisst ihr, was ihr wieder erleben möchtet und in welcher Intensität.
Ich weiß, der Berg und ich sind keine Freunde, ich brauche ihn nicht jeden Tag, aber zu einem Abenteuer sage ich nicht nein.

Es ist nur eine kleine Reise gewesen, doch sie hat mir gezeigt, dass ich mich selber bezwingen kann. Das ich nicht so schwach bin, wie ich dachte und das ich mir selber mehr zu trauen sollte.

Mit jedem Urlaub, jeder Reise bewältige ich Aufgaben und komme mir selber immer Näher und dem was ich wirklich brauche.
Diese unfassbare Energie neues im Urlaub auszuprobieren und es auch noch zu bestehen. Nehme ich dann mit nach Hause. An Tagen wo es mir nicht gut geht, kann ich dann von diesen Gedanken zerren.

Wie sehen eure Reisen aus? Habt ihr schon probiert im Urlaub über euch hinaus zu wachsen?

Liebe Grüße

Eva Ehrentraut

 

Damit ihr auch wisst, wer diesen wirren Unfug auf euch loslässt. Ich bin Eva, ein kreativer Lockenkopf, der die Welt erobern möchte. Anfang 2017 habe ich undercover-labradorgegründet, ein Hundeblog, der mit Vorurteilen rund um den Husky aufräumt. Doch ich merkte immer wieder, dass ich noch nicht am Ziel bin. Noch nicht am Ziel mit mir selber und so startete ich meine Reise. Dir hat der Text gefallen oder du möchtest mehr über Eva wissen, dann schau einmal bei ihr vorbei: https://undercover-labrador.de/evas-kleine-textwelt/

 

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