Auf all meinen Reisen habe ich sie getroffen: mutige, zauberhafte, abenteuerlustige, kluge, einzigartige, allein reisende Frauen. Meistens treffe ich sie in Hostels, denn dort fühlen wir Alleinreisenden uns alle wohl. Diese Form der Unterkunft ermöglicht uns andere, gleichgesinnte und andersartige zu treffen und dann weiterziehen. Es ist günstig und einfach. Einheimische trifft man dort allerdings wenige. Und in europäischen Ländern können selbst die ranzigsten Hostels ziemlich teuer werden. Die Lösung für diese beiden Fälle gibt es mittlerweile: Couchsurfing. Völlig umsonst und mit Kontakt zu Locals.

 

Dieser Artikel enthält die Nennung einer Plattform namens “Couchsurfing”, welche als Werbung aufgefasst werden könnte und aus diesen Grund als “Werbung” deklariert wird. Ich wurde nicht von der genannten Plattform bezahlt oder gesponsert.

This post contains the mentioning of a platform called “Couchsurfing” which could be interpreted as advertisement. Therefore, it is declared as “ad”. I did not receive any monetary compensation by the platform or any other kind of sponsoring.

 

I’ve met them on all of my journeys: brave, wonderful, adventurous, smart, unique, solo travelling women. I usually meet them in hostels because all of us solo travelers like these places. This type of accommodation facilitates to meet others, like-minded and different people and to continue our journey right after. It’s cheap and easy. But you hardly meet locals. And in European countries even hostels can cost a fortune. Luckily, there’s a solution for both issues: Couchsurfing. It’s entirely free and you get in touch with locals.

 

Wie funktioniert Couchsurfing?

 

Eigentlich ist es so einfach, wie Onlineshopping: Du meldest dich auf der Seite von Couchsurfing an, schreibst was Nettes über dich, lädst ein zwei Bilder hoch und es kann losgehen. Vernetze dich mit anderen Reisenden, teile deine Reisepläne mit der Community, stell Fragen, nimm an Veranstaltungen teil. Du kannst Hosts direkt anschreiben, von ihnen angeschrieben werden und, sofern du deine Couch zum Surfen freigegeben hast, selbst angeschrieben werden und Reisende anschreiben. Ziemlich easy, oder?

 

How does Couchsurfing work?

It’s actually just as easy as onlineshopping: you sign up at Couchsurfing,  write some lines about yourself, upload some pictures and get started. Connect with other travelers, share your travel routes with the community, ask questions, join events. You can message hosts or get messages from them. Furthermore, if you are offering your couch to surf, you can receive enquiries and message travelers. Quite simple right?

 

Ist Couchsurfing sicher für allein reisende Frauen?

 

Wie immer im Leben heißt die Antwort: eigentlich ja. Ich habe zweimal in Portugal und einmal in Uruguay gecouchsurft. Davon zweimal bei Männern und einmal bei einer Frau. Probleme hatte ich bisher keine. Auch nicht, als ich selbst Gäste empfangen habe: einen jungen Mann aus Amerika und einen aus Tschechien. Beide Besuche möchte ich nicht mehr missen. Joe nahm ich mit in den Kölner Karneval und Martin überraschte mich mit einer traditionellen Knoblauchsuppe im Brotlaib. Es gab tolle Gespräche und viel zu lachen. Ähnlich sah es bei meinen eigenen Reisen aus. Da wurde mir Lissabon gezeigt, Montevideo, es wurde ein BBQ für mich veranstaltet und ich wurde bekocht. Angst hatte ich dabei nie, weil ich ganz gute Instinkte habe, auf die ich vertraue. Es gibt aber auch ein paar Hacks, die Couchsurfing für allein reisende Frauen ein Stück sicherer machen:

 

  • Teile deine Reise nicht öffentlich. Die Anfragen, die du von Gastgebern erhältst sind zu 98% Anmachversuche, die man zum Glück schnell enttarnen kann. Regel Nummer eins: Wenn du ein schlechtes Gefühl hast, dich bereits bei der Kommunikation bedrängt fühlst, dann lass es!
  • Achte darauf, wie jemand mit dir kommuniziert. Meistens sind die „Anmach-Angebote“ sehr kurz und salopp geschrieben und beinhalten Komplimente zu deinem Äußeren. Was interessiert deinen Gastgeber (oder deine Gastgeberin), wie du aussiehst? Seit wann ist das ein Übernachtungskriterium? Es ist nicht gegen ein „du wirkst sehr sympathisch auf deinen Bildern“ einzuwenden, schließlich will sicher jeder gern mit Leuten umgeben, die man mag bzw. „mögen könnte“. Daher kann das sehr wohl ein Kriterium sein, dass einem ein Übernachtungsangebot beschert. Wirkst du nett und sympathisch, klappt es eher als würdest du merkwürdig und angsteinflößend wirken – das ist logisch. Aber „hübsch“, „süß“ oder sogar „sexy“ sind Attribute, die dich ganz schnell ein „okay thanks but no“ tippen lassen sollten.
  • Schreibe einen Vermerk in dein Profil, dass du vergeben bist oder nicht am Flirten interessiert bist. Manche Menschen verwechseln Couchsurfing mit Tinder. Falls es dich also nervt, Nachrichten zu erhalten, die in diese Richtung gehen, reicht oft ein einfaches „I am not interested in flirting“ oder dergleichen. Seitdem habe ich jedenfalls keinerlei „Creep-Anfragen“ mehr.
  • Lies die Bewertungen. Ähnlich wie bei eBay und anderen Portalen, kannst du auch bei Couchsurfing auf Bewertungen deiner potentiellen Gäste und Gastgeber*innen zugreifen und sie natürlich auch nach dem Couchsurfen selbst bewerten. Hierbei lässt sich pauschal sagen: je mehr und je positiver die Bewertungen, desto wahrscheinlicher ist, dass du auf der sicheren Seite bist.
  • Informiere jemanden über dein Vorhaben, den Namen der Person und den Ort deiner Unterkunft. Das ist ohnehin meiner Meinung nach ein Must-Do, wenn du allein unterwegs bist
  • Habe einen Plan B in der Tasche. Sollte der*die nette Host sich doch als unangenehm entpuppen, zöger nicht lange und entferne dich von ihm*ihr. Es bringt dir nichts, die Nacht ängstlich wach zu liegen. Informiere dich im Vorhinein über Hostels in der Nähe und, sollte es hart auf hart kommen, die Nummer der Polizei.

Wenn du dich vielleicht nicht gleich allein ins Abenteuer stürzen willst, kannst du natürlich auch erstmal mit einer Freundin Couchsurfen. Die meisten Gastgeber haben kein Problem damit, zwei Gäste aufzunehmen. Es ist zudem eine tolle Erfahrung, die man teilen kann.

Bist du schon mal gecouchsurft? Wie war deine Erfahrung? Teile sie gerne in den Kommentaren 🙂

 

Mehr Tipps zum günstigen Reisen findest du übrigens hier: Spartipps beim Buchen und Spartipps auf Reisen 

 

Is Couchsurfing safe for solo female travelers?

As always in life, the answer is: actually, yes. I couchsurfed two times in Portugal and one time in Uruguay. Two times I stayed with guys and one time with a woman. I haven’t had any problems so far. Even when I hosted a young guy from the US and a guy from Czech Republic. I don’t want to miss these visits anymore. I tool Joe to the Cologne carnival and Martin surprised me with a traditional garlic soup in a loaf of bread. We had amazing conversations and a lot to laugh about. It wasn’t much different when I was couchsurfing. I was shown around in Lisbon and Montevideo, a BBQ was held for me and I received homemade food. I was never afraid because I have quite good instincts I can rely on. However, there are some hacks to make the couchsurfing experience a little bit more safe for solo female travelers:

  • Don’t share your itinerary publicly. Most of the replies will be attempts to hit on you anyway. Luckily, these can be easily detected. Rule number one: if you have an unwell feeling at the point of communicating, if you feel pushed or beset, don’t do it!
  • Pay attention to how a potential host talks to you. Must attempts to hit on you are kept rather short, lack effort and usually contain compliments on your looks. Why do your looks matter to your host? Since when are looks criteria to offer an accommodation? There’s nothing wrong with a “you appear to be a nice person on your pictures”, I mean we all want to be surrounded by people we like or could like. If you come across as a nice person it’s more likely to score than a weird and scary looking person. However, attributes like “pretty”, “cute” or even worst “sexy” should make you type “okay thanks but no” instantly.
  • Put a comment on your profile stating that you’re taken or you’re not interested in flirting. Some people confuse Couchsurfing with Tinder. So if you feel annoyed by messages for this purpose a simple “I am not interested in flirting” or the like will help. I haven’t received any creep-enquiries since I put this statement on my profiles.
  • Read the reviews. Similar to eBay, Couchsurfing allows you to read reviews of potential guests and hosts. In addition to that, you can of course leave reviews for them as well and receive your own. Generally, it can be said that the more and the more positive the reviews the more likely you are to be on the safe side.
  • Tell somebody about your whereabouts, including your hosts name and their location. In my opinion this is a must-do anyways while solo travelling.
  • Always have a plan B. In case the nice host turns out to be creepy, don’t hesitate to get away from this person. There is no point in lying awake all night because you’re scared. Before staying with someone, make sure to have a backup hostel at hand. Moreover, for the worst case scenario, have the local police number handy.

If you don’t want to go on this kind of adventure alone, it’s also possible to bring a friend. Most Couchsurfing hosts are cool with hosting two people. It’s a fun experience to share anyways.

Have you ever couchsurfed? How was your experience? Let me know in the comments 🙂