Dieser Artikel ist Teil der Blogparade “Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?”

Es war länger etwas ruhiger hier. Ich brauchte eine kreative Pause, um mich auf meinen eigentlichen Job an der Schule zu konzentrieren und mein Privatleben auch einigermaßen leben zu können. Auch wenn meine Postingfrequenz sicher nicht mehr so häufig sein wird, wie im vergangenen Jahr, da ich nun meine eigene kleine Familie in Deutschland habe und nicht mehr so viel alleine unterwegs bin wie bisher, sollst du hier immer noch spannende, anregende, inspirierende und vielleicht auch lustige Artikel vorfinden. Daher lass uns gleich loslegen:

 

„Dass du etwas in Plastik Verpacktes kaufst, hätte ich ja nicht gedacht!“

So, oder so ähnlich bekomme ich gelegentlich meine eigene, mangelhafte Unfehlbarkeit vor Augen geführt. Ja, dann kannst du eben nachhaltiger leben als ich. „Ach, hab dich doch nicht so, die eine Ausnahme!“ lautet es von der anderen Seite, wenn ich z.B. einmal ein schönes Oberteil beim gemeinsamen Shoppingausflug in der Hand halte, es dann aber voll disziplinärem Stolz wieder weghänge. Meine ehemals innere Shoppingqueen ist natürlich tieftraurig über diese Standhaftigkeit. Aber ich will schließlich nachhaltiger leben. Meine Schlussfolgerung: egal was ich mache und wie, es ist immer falsch, zu viel oder zu wenig für andere. Damit könnte ich diesen Blogpost im Prinzip an dieser Stelle beenden.

Dieser Post soll allerdings ein kleiner Reminder an alle sein: niemand ist perfekt und manchmal sind es mehr unsere äußeren Umstände, als unser Unwille, die uns unnachhaltige Dinge tun lassen. Das ist aber nicht so dramatisch, solange wir sonst unser Bestes geben, um nachhaltiger zu leben.

 

Die Problematik des nachhaltiger leben Wollens

Wir leben in einer Gesellschaft in der alles auf Schnelllebigkeit, schnelle Verfügbarkeit und einfache Entsorgung ausgelegt ist. Da ist es hart aus dem Kreis der Bequemlichkeit auszubrechen und wieder „back to the roots“, welche leider fast immer etwas umständlicher sind, zu gehen. Ja, Nachhaltigkeit kann zunächst ein unangenehmer Schritt sein – muss es aber nicht, es liegt an dir und deiner Einstellung dazu. Du willst nachhaltiger leben? Dann darfst du dich von dem Gedanken lösen, alles gleich perfekt machen zu müssen, gerade ganz am Anfang. Manchmal reicht es, ein Bewusstsein und damit einhergehend ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du wieder mal feststellst, wie unnötig der ein oder andere Kauf und/oder dessen Verpackung war. Nächstes Mal machst du es womöglich anders, nachhaltiger und besser und bist stolz statt geknickt.

 

Nachhaltiger leben – das Bewusstsein ist der Schlüssel

Am wichtigsten ist, so finde ich, das Bewusstsein für die Nachhaltigkeit zu entwickeln und dieses Stück für Stück umsetzen. Es gibt zahlreiche Blogs, die dir im Rahmen dieser Blogparade jede Menge Ideen und Tipps liefern werden und auch mein Blog hat diverse Artikel zu diesem Thema, welche ich dir unten einmal verlinke.

 

Beginne deine Reise ins nachhaltigere Leben mit einfachen Dingen, wie z.B. Gemüse unverpackt kaufen, eine Glasflasche benutzen oder die Duschgelflasche aufzubrauchen, um endlich das tolle Stück Seife, dass du im Bioladen entdeckt hast, nutzen zu können. Das sind Umstellungen, die kann wirklich jede*r bewerkstelligen um nachhaltiger zu leben. Als nächstes vielleicht das feste Shampoo, die Bambuszahnbürste, Zahnputztabs, ein Rasierhobel oder einfach viel weniger konsumieren? Glaube mir es macht richtig Spaß die „neuen“ nachhaltigen Dinge in den Alltag einzubauen und auszuprobieren. Zumindest war es bei mir so und von fast allen Sachen bin ich restlos begeistert.

 

Jede*r ist nachhaltig auf seine*ihre Weise

Du bestimmst dein Tempo auf dem Weg zur Nachhaltigkeit, solange du nicht stehen bleibst oder rückwärts rollst auf deinem Weg zur Nachhaltigkeit, ist alles in Ordnung. Auch alle Nachhaltigkeitsgurus haben mal irgendwo angefangen, das schaffst du auch, kleinere Rückschläge hin oder her. Es wird immer Menschen geben, die noch nachhaltiger leben als du oder ich. Und es ist zweifelsohne toll, dass es diese Menschen gibt, denn sie machen diese Welt zu einem besseren Ort. Das machst aber auch du, mit jedem kleinen Babyschritt in die richtige Richtung und mit dem Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Teile deine Erfolge mit anderen und gewinne auch sie vielleicht auch für deinen nachhaltigen Weg.

 

 

Hier dein kleines Nachschlagewerk zum Einstieg in ein nachhaltiges Leben auf meinem Blog:

Alltag – Einstieg, Küche, Bad

Nachhaltigkeit leicht gemacht

Nachhaltig einkaufen – meine 5+ Empfehlungen und Zero Waste Tipps

16 Zero Waste Swaps im Badezimmer

Mikroplastik in der Weihnachtszeit und im Alltag

 

Shopping und Kleidung

Nachhaltig Shoppen – 7 Fragen für bewussteren Konsum – Sustainable Shopping

Zertifizierungen für Bekleidung – nachhaltig und fair

Nachhaltige Kleidung – diese Stoffe sind öko

Capsule Wardrobe – der Kleiderschrank, den du lieben wirst

 

Reisen

10 Tipps zum nachhaltigen “Fairreisen”

Zero Waste Travel – müllfrei auf Reisen

 

 

Die komplette Blogparade zum Thema “Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?” findest du hier: The Bird’s New Nest

 

Titelbild: Photo by Scott Webb from Pexels