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Wie im Post vom Sonntag angekündigt, war ich vergangenes Wochenende in Frankfurt auf der Creativeworld, der internationalen Fachmesse für den Hobby-, Bastel- und Künstlerbedarf, unterwegs. Dort wurden die neusten Produkte der Kreativbranche vorgestellt – und durfte mir die Neuheiten und Hersteller persönlich anschauen. Als Neukünstlerin mit nachhaltigen und veganen Ansprüchen war das Ganze natürlich total spannend für mich. Mit diesem Fokus zog ich los. Während es in anderen Branchen immer nachhaltiger und umweltfreundlicher zugeht, bekam ich den Eindruck, dass im Künstlerbedarf der Schwerpunkt nach wie vor auf Dinge wie Pigmentierung, Langlebigkeit und Verarbeitung gelegt wird, statt nachhaltig und umweltfreundlich. Dies leuchtet mir natürlich ein, aber irgendwie muss doch Kunst und Nachhaltigkeit verbunden werden können. Tut es auch, denn es gab auch ein paar “Lichtblicke”, welche ich dir hier einmal vorstellen möchte.

 

Kunst und Nachhaltigkeit: natürliche Pigmente

Ich werde diesem Thema, gemeinsam mit der Frage nach veganen Farben, noch in einem gesonderten Post nachgehen, aber der Stand mit den Aquarellfarben von Daniel Smith hatte sofort meine Aufmerksamkeit. Auf großen Farbswatches waren nicht minder große Steine platziert. John, der nette Mitarbeiter am Stand (und CEO des Unternehmens, wie ich später erst herausfand), erklärte mir was es mit diesen sogenannten PrimaTek Farben auf sich hatte: Die Aquarellfarben basieren auf Mineralgestein und sind weitestgehend vegan (mehr dazu im nächsten Blogpost). Und ich muss gestehen, dass die Farbauswahl sehr ansprechend war.

 

Kunst und Nachhaltigkeit: Papiere

Papier stellt im Kunstbereich einen großen Ressourcenverbrauch. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich vielleicht auf der Paperworld, welche am gleich Tag stattfand, besser aufgehoben gewesen wäre, aber ich sah mich zumindest im Künstlerbereich mit speziellem Fokus auf Aquarellpapier, welches Teil meines künstlerischen Fokus ist, um. Es war ernüchternd. Lediglich Hahnemühle hat das bereits auf dem Markt erschienene Mixedmediapapier mit Bambus als schnell nachwachsenden Rohstoff im Sortiment. In diesem Bereich sind Nachhaltigkeit und Kunst also auch noch ausbaufähig. Wie es um die “Veganität” der Aquarellpapiere steht, welche oftmals mit Gelatine behandelt werden, werde ich bei einigen Herstellern noch in Erfahrung bringen und ebenfalls in einem Post darüber berichten.

 

Kunst und Nachhaltigkeit: Ölfarbe

Sehr gefreut habe ich mich, als ich den kleinen unscheinbaren Stand von Chelsea Classical Studio fand. Diese Firma hat sich auf die Herstellung ungiftiger Pinselreiniger und Medien für die Ölmalerei spezialisiert. Da in diesem Bereich für mit Terpentin und Terpentinersatz und weiteren schädlichen Stoffen gearbeitet wird, haben sich die Inhaber, die selbst Künstler sind, darauf spezialisiert, ungiftige Alternativen zu erschaffen. Obwohl die Verwendung von Lavendelöl natürlich auch sehr geruchsintensiv ist, ist dieser Inhaltsstoff ungefährlich und zudem beruhigt Lavendel wunderbar, was den meditativen Aspekt des Ölmalens sicher positiv beeinflusst. Ab diesem Jahr werden die Produkte voraussichtlich auch in Deutschland verkauft, worauf ich mich schon sehr freue.

 

Fazit: Kunst und Nachhaltigkeit auf der Creative world 2020

Es war eine sehr interessante Messe, zu der ich im nächsten Jahr gerne wieder gehen würde. Ich konnte mich mit vielen Ausstellern aus aller Herren Ländern unterhalten und möchte die Informationen für den Aquarellbereich auch bald mit dir teilen. Einige Hersteller habe ich zu diesem Zweck per E-Mail kontaktiert und werde einen Post zum Thema erstellen, sobald ich alle Antworten erhalten habe. Insgesamt möchte ich festhalten, dass noch sehr viel in Sachen Kunst und Nachhaltigkeit gemacht werden kann – und sollte. Aber wer weiß, was im nächsten Jahr noch auf uns zu kommt und was sich im kommenden Jahr noch ändert. Außerdem sind Kunstwerke ja auch auf Langlebigkeit ausgelegt, anstatt konsumiert zu werden, was die langsamen Entwicklungen im Nachhaltigkeitsbereich nicht entschuldigen, aber ein Stück weit relativieren soll.

Falls dich das Kunstthema interessiert, schau doch mal auf meinem neuen Instagramprofil vorbei @miriamkorczak.art – ich freue mich, dich dort zu sehen.