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Die Weihnachtszeit ist „Ugly-Sweater“- und „Glitzerkleidchen“-Zeit. Jedem Minimalisten bzw. jeder Minimalistin gruselt es bei der Vorstellung, sich absichtlich ein hässliches und/oder einmal zu tragendes Kleidungsstück zuzulegen, das nur an Weihnachten zum Einsatz kommt. Umweltbewusste schaudert es bei dem Gedanken, wie die Teile – welche meist von Fast Fashion Giganten kommen – hergestellt werden. Und aus was sie hergestellt werden. Denn oftmals könnte man sich auch einen Plastiksack anziehen, da die verwendeten Stoffe im Prinzip das gleiche sind. „Nachhaltige Kleidung“ sieht anders aus. Welche fatalen Auswirkungen das Waschen von synthetischer Kleidung auf die Umwelt hat, habe ich dir bereits im 2. Türchen des Adventskalenders verraten. Vor allem für vegan Lebende ist es meist schwer tierische Stoffe wie Wolle durch adäquate, nachhaltige Materialien zu ersetzen. Aber was sind eigentlich nachhaltige Stoffe?

 

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Nachhaltige Kleidung: Diese Stoffe sind nachhaltig

Baumwolle

Baumwolle gilt nach wie vor als massenfähiger Materiallieferant für nachhaltige Kleidung. Die auf dieser Welt am meisten angebaute, jedoch nicht essbare Pflanze erfordert aber sehr viel Wasser: für ein Kilo Baumwolle werden 11.000 Liter Wasser benötigt. Zum Glück sind viele Unternehmen mittlerweile auf Bio-Baumwolle umgestiegen, sodass zumindest die Pestizidbelastung verringert wird. Aufgrund des Ressourcenaufkommens beim Anbau empfiehlt es sich, Baumwollkleidung möglichst qualitativ hochwertig und bio zu kaufen, um sie so lange wie möglich zu tragen und nicht ständig neue Kleidung zu kaufen, auch wenn sie nachhaltig ist.

 

Hanf

Nein, damit meine ich nicht den zum Rauchen. Nachhaltige Kleidung aus Hanf hat den Ruf besonders „hippiemäßig“ und „öko“ auszusehen. Hanf benötigt im Anbau keinerlei Pestizide, da er von Natur aus als sehr resistent gegen allerhand Schädlinge gilt. Aus diesem Grund weist der Stoff eine sehr gute Ökobilanz auf. Der aus Hanf gewonnene Stoff gilt außerdem als anti-mikrobiell (schweiß- und geruchshemmend), klimaregulierend, langlebig und reißfest.

 

Leinen

Vor allem im Sommer ist Leinen ein beliebter Stoff. Er wird aus der Flachspflanze gewonnen und ist fest und dennoch luftig, natürlich und somit ideal als Material für nachhaltige Kleidung. Leider hält Leinen im Winter nicht so warm, aber für den Sommer ist der Stoff einer meiner Favoriten. Der Stoff eignet sich für alle Kleidungsstücke und ist auch zur Schuhherstellung geeignet. Achtung, oft wird Leinen mit Baumwolle gemischt.

 

Tencel™

Tencel™ oder auch Lyocell ist ebenfalls ein Material, das vermehrt von nachhaltigen Unternehmen eingesetzt wird. Der Stoff bzw. die Faser dafür wird aus natürlichen Rohstoffen, meist Eukalyptusholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, industriell hergestellt. Dieser Umstand macht Tencel™ biologisch abbaubar und somit nachhaltig. Die Fasern des Stoffes gelten als hautfreundlich, atmungsaktiv und weich im Griff. Fair Fashion Unternehmen wie Green Shirts und Armedangels aus Deutschland bieten auf Holz basierende Kleidung an.

 

Bambus

Auch ein schnell nachwachsendes Material bietet sich zur Herstellung nachhaltiger Kleidung an: Bambus. Die Fasern gelten als antibakteriell und atmungsaktiv, aus diesem Grund werden sie aktuell vor allem bei Socken und Handtüchern eingesetzt. Leider bestehen die meisten Bambusstoffe oftmals aus Bambusviskose, einer aus Bambuszellulose gewonnenen Chemiefaser. Daher heißt es Obacht beim Kauf von Bambusprodukten, wenn du etwas nachhaltiges suchst.

 

Vegane Lederalternativen – ohne Plastik

Vor allem die Veganer*innen unter meinen Lesern*innen wird es freuen, dass immer mehr mit nachhaltigen Lederalternativen gearbeitet wird. Denn leider ist Kunstleder, wie der Name schon verrät, künstlich. Pinatex® zum Beispiel ist ein auf Ananas basiertes Material, das Leder sehr ähnlich ist. Vegane Schuhe von NAE sind z.B. aus diesem Material und selbst BOSS nutzt ihn mittlerweile zur Herstellung veganer Schuhe.

Während meiner Reise nach Madeira wurde ich zudem an eine weitere, wenn auch entferntere Lederalternative erinnert: Kork. Ebenfalls ein natürliches Material, welches bereits bei der Herstellung von Taschen und Schuhen zum Einsatz kommt.

 

Sieht nachhaltige Kleidung „öko“ aus?

NEIN! Es sei denn, du bist ein oberflächliches, 15-jähriges Mädchen, das in seiner Clique unbedingt dazu gehören will. Dann ist Ökomode vielleicht wirklich nicht trendy genug, da nachhaltige Modelabel ihren Fokus nicht unbedingt auf Trends setzen. Aber genau das soll ja auch nicht erreicht werden: Trends sind heute schnelllebiger als eine Tagesfliege, verleiten zu unnötigem Konsum und sind alles andere als nachhaltig. Nachhaltige Kleidung mag vielleicht nicht super trendy aussehen, aber „typisch öko“, was auch immer das bedeutet, nun auch wieder nicht. Das haben dir meine Beispiele in diesem Post hoffentlich gezeigt. Es handelt sich vielmehr um schöne, zeitlose Designs, welche uns ein langes Tragen guter Qualitätskleidung ermöglichen.

Eine kleine Übersicht über die Öko-Zertifizierungen bei Kleidung habe ich bereits am 8. Dezember veröffentlicht. Diese hilft dir zusätzlich schadstofffreie und fair produzierte Waren zu erkennen.

Morgen geht es weiter auf dem Blog von Michèle und Ilona von Stadt Land Gnuss mit der Nachhaltigkeit unserer Nüsse zu Weihnachten und gestern gab’s selbstgemachte Bienenwachskerzen bei Uli von lowredeyes.

 

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