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Die Reisezeit hat begonnen und damit stellen sich viele Reisende wie vielleicht auch du die Frage: Was nehme ich mit? Klamotten, Schuhe und Sonnencreme sind meist schnell gepackt. Kamera und Duschzeug auch. Bis zu meiner ersten Indienreise reichte mir das auf Reisen völlig aus; mehr passte ohnehin nicht ins Handgepäck. Dann wurde ich während meines ersten Aufenthalts in Indien sehr krank und merkte schnell, beim Anblick der ungekühlt und eher unhygienisch gelagerten Medikamente, wie wichtig sie ist: eine Reiseapotheke.

 

Platz sparen oder gesund bleiben

Im Anbetracht des Platzmangels, der in meinem Handgepäck herrscht, welches meist mein einziges Gepäck darstellt, hielt ich eine Reiseapotheke immer für überflüssig. Medikamente bekommt man ja schließlich überall – und das ist auch grundsätzlich richtig. Aber nachdem mir in Mumbai ein Blister Antiobiotika als Durchfallmittel ohne Hinweis, Packungsbeilage und lediglich mit der Instruktion „take 2 per day“ über die Ladentheke gereicht wurden, war ich sprachlos. Mir ging es so schlecht, dass ich Dummerweise die erste Tablette erst einwarf und ein wenig später Doktor Google zu dem Medikament befragte. Ein Antibiotikum. Dass dieses bei falscher Anwendung zu resistenten Bakterien führen kann, darauf hatte mich niemand hingewiesen. Und mein Zustand verbesserte sich auch nicht. Seitdem habe ich mir eine vernünftige Reiseapotheke zugelegt und beachte einige Dinge, bei der Vorbeugung von typischen Reisekrankheiten, diese Maßnahmen habe ich in diesem Post für dich gesammelt.

 

Was ist sinnvoll in einer Reiseapotheke?

Da Magenverstimmungen zu den gängigsten Reiseerkrankungen zählen, habe ich immer Probiotika-Tabletten dabei, um ihre Einnahme auch vor Ort fortzusetzen. Kohletabletten oder Tannacomp und Immodium für den absoluten Notfall habe ich auch in meiner Reiseapotheke. Beachte aber, dass vor allem Immodium wirklich nur dann eingenommen werden sollte, wenn du längere Bus-, Bahn-, Auto- oder Flugreisen vor dir hast. Da sie den Durchfall stoppen, verbleiben die schädlichen Bakterien, die dein Körper mit Hilfe des Durchfalls eigentlich loswerden will, nämlich im Magen-Darm-Trakt und du hast länger „Spaß“ mit ihnen. Mein Tipp: wenn du keine festen Tickets hast oder deine Reisepläne sich leicht ändern lassen, gönn dir lieber 1-2 Tage Ruhe, damit unterstützt du deinen Körper viel besser; Probiotika und viel Wasser unterstützen ihn dabei.

Neben diesem Klassiker der Reiseapotheken habe ich immer etwas zum Desinfizieren dabei. Nach meinem Auftritt als dilettantischer “Fakir” am Strand von Kapstadt, an dem ich in eine Spritze trat, sowie der Messerwurf-Aktion, bei der ein Melonenmesser von meinem Teller rutschte und waagerecht in meinem linken Fuß landete, ist es ein Desinfektionsmittel ein Muss in meinem Gepäck. Ein paar Pflaster habe ich natürlich seitdem auch immer dabei. Hier solltest du allerdings eine wichtige Sache beachten, mehr dazu in der Rubrik „Diese Dinge solltest du im Zielland besorgen“.

Auch Mückenschutz ist, vor allem in tropischen Ländern, extrem wichtig. Moskitos sind blutrünstige kleine Arschgeigen, die leider auch sehr gefährliche Krankheiten übertragen können. In den meisten Ländern reicht, meiner Erfahrung nach, Autan vollkommen aus. Weitere Tipps gegen die lästigen Biester habe ich dir in in diesem Post hier zusammengestellt.

Solltest du, wie ich, Probleme haben beim Schlafen an fremden Orten, so ist ein rezeptfreies Schlafmittel wie zum Beispiel Hoggar Night ein effektives Mittel. Ich nutze es nur in den ersten 3 Nächten an einem neuen Ort. Eine kurze Anwendungsdauer ist wichtig, denn es besteht die Gefahr eine Abhängigkeit zu entwickeln. Neigst du zu Kopfschmerzen (oder frönst auch schonmal dem Alkohol) ist es auch ratsam, die Kopfschmerztabletten deines Vertrauens mitzuführen 😉

Nimmst du Medikamente regelmäßig ein, ist es natürlich wichtig, dass auch diese einen Platz in deiner Reiseapotheke haben. Außerdem empfehle ich dir, diese nach Möglichkeit im Handgepäck zu transportieren für den Fall, dass dein Koffer verloren geht.

 

Diese Dinge solltest du im Zielland besorgen

Einige Produkte des deutschen Marktes sind nicht so gut für die Nutzung in anderen Klimazonen geeignet und du kannst dir daher getrost den Platz in deiner Reiseapotheke sparen. Pflaster gehören zum Beispiel dazu. In tropischen Gebieten haften die hier handelsüblichen Pflaster nämlich nicht so gut, weil die Luft viel feuchter ist und wir mehr schwitzen. Trotzdem kann eine kleine Menge im Gepäck nie schaden. Ähnlich verhält es sich beim Thema Mückenschutz. Meistens bieten sich im Ausland bessere Alternativen für die dortigen Plagegeister, da diese speziell auf sie abgestimmt sind. So schwöre ich in Indien und Sri Lanka zum Beispiel auf Odomos.

Mit Malaria-Medikamenten ist das auch so eine Sache. Ich habe mir damals für Südafrika welche prophylaktisch verschreiben lassen und seitdem irgendwie immer dabei. Dabei ist es doch so: wenn du nicht gerade wochenlang fernab jeglicher Zivilisation unterwegs bist und du das Gefühl hast, Malaria zu haben, gehst du zum Arzt oder ins Krankenhaus. Das Erübrigt die Notwendigkeit dieser Tabletten in der Reiseapotheke. Sprich am besten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin darüber.

 

Falls du jetzt gemütlich bei diesem tollen Wetter zu Hause sitzt und eigentlich los müsstest, um deine Reiseapotheke zusammenzustellen, aber keine Lust hast, dein bequemes Plätzchen zu verlassen, kannst du alle Produkte natürlich auch bei Onlineapotheken bestellen. Ich selbst nutze in solchen Fällen von akuter Bequemlichkeit immer Shop Apotheke, weil sie eine sehr große Auswahl an Produkten haben (auch vegane!) und ab 19,00 € Warenwert versandkostenfrei und bequem nach Hause liefern (auch rezeptpflichtige Medikamente) – und das schnell, günstig und zuverlässig.

Hast du noch Fragen, Anregungen oder Anmerkungen zum Thema Reiseapotheke? Dann hinterlass mir gerne einen Kommentar.