Bringen wir das Jahr 2018 zum Abschluss mit dem letzten meiner drei Achtsamkeitsziele für 2019: Routinen bilden. Und nun wird irgendwie klar, warum ich diese drei Ziele, Bullet Journal, Handlettering und Routinen, ausgewählt habe: sie greifen alle ineinander über. Das Handlettering hilft mir dabei, meine Vorhaben schön in mein Bullet Journal zu übertragen, um sie immer vor Augen zu haben und zu verfolgen. Aber welche Routinen möchte ich im Jahr 2019 bilden?

 

Routinen bilden – leichter gesagt als getan

Werfen wir erst einmal einen Blick darauf, was Routinen eigentlich sind. In der Psychologie spricht man von Routinen, wenn Handlungen durch mehrfache und vielfältige Wiederholungen zu automatischen Abläufen in unserem Gehirn werden. Unser alltägliches Leben ist im Prinzip voll mit Routinen, die wir gar nicht (mehr) bewusst wahrnehmen. Routinen bringen (lebens-)vereinfachende Automatisierungsprozesse mit sich. Ohne diese automatisierten Abläufe wären wir Menschen nicht im Stande unseren Alltag zu bewältigen. Denn stell dir vor, du müsstest jedes Mal Zähneputzen, Händeschütteln als Begrüßung oder Brot schmieren erlernen. Folgerichtig kann man davon ausgehen, dass Routinen zunächst einmal etwas Positives sind: sie ersparen unnötigen Energieaufwand und einmal erlernt, vergessen wir sie auch nicht so schnell. Genau aus diesem Grund müssen wir Fahrrad fahren auch nach Jahren nicht nochmal neu erlernen.

Handelt es sich aber um schlechte Angewohnheiten, also negative Routinen, wie der Griff zur Zigarette oder Aggression in bestimmten Situationen, ist es zunächst einmal schwierig unserem Hirn neue Routinen beizubringen. Dies liegt an einem uns natürlichen, inneren Widerstand, der den Ausbruch aus Gewohnheiten erst einmal ablehnt. Wichtig ist daher zum einen die Bewusstmachung und der kontinuierlichen Arbeit an der neuen Routine.

 

Routinen bilden – wie geht das?

Ich habe zur Dauer der Bildung von Routinen unterschiedliche Ergebnisse recherchiert. Das liegt vermutlich daran, dass man zwischen einfachem Verhalten (z.B. morgendliches Zähneputzen) und Verhalten als Teil unserer Persönlichkeit (z.B. Aggressives Verhalten in bestimmten Situationen) unterscheiden kann. Grundsätzlich kann man bei erstgenannten davon ausgehen, dass man etwas durchgehend 90 Tage ohne Unterbrechung machen muss, um eine neue Routine zu entwickeln. Diese Kontinuität vereinfacht uns die Umsetzung dieser Abläufe dann in Zukunft.

 

Meine Achtsamkeitsroutinen 2019

 

Routine 1: täglich Yoga machen

Falls du mir schon länger folgst, weißt du bereits, dass ich begeisterte Yogini und seit 2017 auch Yogatrainerin bin. Doch im letzten Quartal diesen Jahres wurde ich zunehmend fauler: hatte ich vorher täglich meine 20-30 Minuten Yoga gemacht, kam ich jetzt nur noch auf 5 Mal pro Monat auf meine Matte. Erkältungen, Reisen, Schulstress und doppelter Haushaltsführung mit meinem Mann (sein Zimmer in Frankfurt lässt keinen Platz zum Yoga machen) sei Dank.

2019 will ich endlich wieder die starke, ausgeglichene Yogini werden, die ich Mitte 2018 war.

 

Routine 2: täglich meditieren

Noch schlimmer als die Vernachlässigung des Yoga hat es meine Meditationsroutine getroffen. Brachte sie mich noch durch die heikle Zeit vor meiner unterrichtspraktischen Prüfung und begleitete mich auf einigen Flügen und Bahnfahrten, vergaß ich sie in anderen Situationen viel zu schnell. 5 Minuten zum Meditieren sollte selbst ich trotz überlangen Pendelwegen, extrem frühem Aufstehen und langen Arbeitstagen täglich haben.

 

Routine 3: regelmäßig Laufen

Mein Immunsystem gleicht seit Anbeginn des Referendariats dem eines Kleinkindes, das zum ersten Mal in den Kindergarten geht. Viermal war ich allein 2018 erkältet, davon dreimal richtig heftig. Und nein, das liegt nicht am vegan sein, denn seitdem esse ich viel gesünder als früher. Um dem ganzen Erkältungsdebakel vorzubeugen habe ich mir vorgenommen eine wetterunabhängige Laufroutine anzueignen, die mich zweimal die Woche im Freien auspowern lässt.

 

Routine 4: auf Zucker verzichten

Seit ich denken kann war ich ein kleines Süßmaul. Das hat sich auch nach der Umstellung auf vegane Kost geändert. Ich könnte tagelang ohne etwas Herzhaftes zu essen auskommen – Kuchen, Bananenbrot, Marmeladenbrot, Schokolade, Kekse und Co reichen mir vollkommen. Ohne werde ich schnell lethargisch und oft sogar zittrig aufgrund meines Turbostoffwechsels. Schokolade ist dabei mein größtes Laster und ich habe überhaupt kein Problem damit, am Tag eine ganze Tafel zu inhalieren (Danke Stoffwechsel, dass man das nicht sieht). Da Zucker jedoch hochgradig süchtig macht  – ich bin das lebende Beispiel, wie oft habe ich versucht ihn loszuwerden – und Bakterien nährt (u.a. auch Krebszellen) will ich meinen raffinierten Zuckerkonsum gleich null setzen und eine Routine bilden, in der ich ohne Veganellabrot (vegane Nutella aller Art) auskomme – natürlich ohne Kalorien zu sparen. Denn abnehmen, mal ehrlich, es gibt andere Dinge, die ich nötiger hätte. Hallo Datteln, ich komme!

 

Dank des Habit Trackers in meinem Bullet Journal kann ich die Erfolge dieser Routinen demnächst verfolgen. Auf diese Weise fühle ich mich aktuell tatsächlich motiviert endlich wieder etwas mehr Routine in meinen Alltag zu bringen – neben meiner Arbeitsroutine, versteht sich. Was sind deine Routinen und welche möchtest du 2019 bilden?

Routinen bilden

 

Nun ist es Zeit dir, als meiner*m treuen Leser*in oder gern gesehenem Gast, einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Danke, dass du 2018 Teil vom Team Soulfood Travel warst. Ich hoffe, wir werden uns auf The Soulfood Traveller auch 2019 sehen. Mein Plan ist, im kommenden Jahr jeden Mittwoch und Sonntag einen Artikel hochzuladen.

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