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Ich sitze auf einer Parkbank am Aachener Weiher in Köln. Es ist ein schöner Samstagnachmittag im Oktober. Neben mir sitzt eine ältere Frau mit deutlich mehr Körpervolumen als ich. So, wie wir dort sitzen, fühle ich mich ein bisschen wie Forrest Gump und ich muss innerlich grinsen. Ich tue daher einfach so, als sei die Tasche auf meinem Schoß meine Pralinenschachtel. In der Ferne kann ich die zukünftige Elite grölen und lachen hören. Sie sind bereits um vier betrunken an diesem schönen Herbsttag. Hach herrlich, wie sich die fröhlichen Hedonisten um mich herum selbst feiern. Vor einigen Jahren war ich noch eine von ihnen.

Während meine Gedanken glücklich und etwas nostalgisch davonschweifen, wird mein Gesicht von der ungewöhnlich warmen Herbstsonne geküsst. Es ist fast so, als wollte der Sommer, den ich so sehr liebe, sich wie ein heimlicher Geliebter mit einem sanften Kuss von mir verabschieden. Ich verweile in dem wundervollen Moment und zwinge mich, mein Handy in der Tasche zu lassen. So wie eigentlich die ganze Woche über, denn die war alles andere als ein Zuckerschlecken, die Achtsamkeit in meinem Leben habe ich rigoros vernachlässigt.

Am Freitag stand mal wieder ein Unterrichtsbesuch ins Haus und da ich das vorherige Wochenende arbeiten war, ist natürlich wieder mal alles drunter und drüber gegangen. Das Resultat war akuter Schlafmangel und eine emotionale Labilität. Doch das ist jetzt vorbei. Nur noch eine Woche muss ich durchhalten bis zu den Ferien. Ich freue mich jetzt schon auf das Leben ohne Strukturen für zwei ganze Wochen. In der kommenden Woche werde ich die Posts nachholen, die eigentlich für letzte Woche geplant waren, aber im Stress völlig untergegangen sind.

 

Mein Wunsch nach wieder mehr Einklang

Ich habe gelernt, in solchen Phasen auf mich zu hören, mich zurückzuziehen und Dinge durchzuziehen – um jeden Preis und das ist leider meist mein Seelenwohl. Ja, leider bleibe ich dabei immer noch viel zu häufig auf der Strecke, so kam Yoga mal wieder viel zu knapp in der vergangenen Woche. Und der Blog natürlich. Aber Prioritäten müssen nun mal gemacht werden. Ich hoffe, dass ich es bald irgendwie schaffe, frühes Aufstehen, viel zu viel Arbeit, Pendeln, Blog, Freizeit, Freunde und Yoga unter einen Hut zu bringen. Und trotzdem auf mich zu achten. Im kommenden Jahr wird mein Kalender und Lebensplaner „Ein Guter Plan“ mir dabei helfen, wieder mehr Achtsamkeit in mein hektisches Leben einfließen zu lassen und ich werde meine Erfolge, die hoffentlich eintreten, sowie Tipps für ein stressfreies, achtsames und glückliches Leben natürlich hier teilen. Eigentlich bin ich kein Fan von großartiger Planerei, aber ich denke, in Anbetracht der aktuellen Umstände, muss sich etwas ändern. Und wer weiß, vielleicht vereinfacht es mir mit meiner Schachtel Pralinen namens Leben umzugehen, auch wenn ich nicht weiß was ich kriege.

 

Ein Lächeln,

Miri