Werbung / Advertisement

[Click here for the English version]

Seit meinem letzten Zero Waste Selbstversuch letztes Jahr habe ich mein Projekt (es gibt so viele Projekte, die ich immer anpeile, kein Wunder, dass sich einige im Sande verlaufen…) fast auf Eis gelegt. Natürlich kaufe ich nach wie vor bewusst ein, verzichte so gut wie möglich auf Plastik, aber ich bin nicht mehr den extra Step gegangen, um Müll zu vermeiden. Daher gibt es heute einen Nachhaltigkeitsliebling Spezial und die neue Reihe auf meinem Blog „Natürlich Schön“ wird eingeläutet – wenn das mal nicht vielversprechend ist!

Mich hat jedenfalls das Zero-Waste-Fieber aktuell wieder gepackt und dieses Mal lautet die Challenge: Zero Waste auf Reisen! Passend zum baldigen Start der Sommerferien und der Hauptreisesaison. Ich möchte mich bei dieser „Challenge“ auf die Hygene-Basics im Gepäck beschränken. Zu diesen gehören meiner Meinung nach:

  • Gesichtspflege: Reinigung und Gesichtscreme
  • Haarpflege: Shampoo und Conditioner
  • Körperpflege: Duschzeug, Deo und Bodylotion
  • Zahnpflege: Zahnbürste und Zahnpasta
  • Sonnenschutz

 

Hinweis: Durch Klicken auf die Bilder der Produktempfehlungen dieses Artikels verlässt du thesoulfoodtraveller.com und du gelangst zu amazon.de – erfahre mehr dazu in der Rubrik Datenschutz.

 

Gesichtspflege

Seit 2 Jahren nutze ich für mein Gesicht nichts anderes mehr als die folgende Mischung: in einem verschließbaren Behälter mische ich etwa 90ml Aloe Vera Gel (okay, das kommt in einer Plastiktube, ABER diese enthält 250ml und ich muss nicht immer wieder eine neue Tube für die Gesichtspflege kaufen), 10-20 Tropfen Teebaumöl gegen Hautunreinheiten und 10 Tropfen Vitamin E-Öl. Somit ist meine Gesichtspflege nicht 100% Zero Waste, dafür aber frei von schädlichen Stoffen wie Parabene, Sulfate, Duftstoffe und Mikroplastik. Wenn ich an einem sonnigen Tag etwas Lichtschutzfaktor möchte, nutze ich pures Kokosöl für mein Gesicht und meinen Körper. Kokosöl hat einen natürlichen Lichtschutzfaktor von 4-10, wusstest du das?

Abends nutze ich zum Abschminken bzw. zur Gesichtsreinigung ich eine Gesichtsseife von Grüne Erde. Diese ist super bei meiner zu Unreinheiten neigenden Haut. Zudem ist sie leicht zu transportieren. Augenmakeup, welches oft etwas störrischer beim Entfernen ist, lässt sich mit praktisch jedem beliebigen Öl und Microfasertüchern entfernen. Auch hier bevorzuge ich, wie soll es auch anders sein: Kokosöl. Es riecht einfach so unschlagbar gut!

 

Haarpflege

Bei meinem letzten Besuch im Zero Waste Shop griff ich zielsicher in ein hübsches Glasbehältnis mit der Aufschrift: „Shampoo“. Heraus zog ich etwas, das von seiner Beschaffenheit an Seife erinnerte und herrlich zitronig roch. Das gute Stück nennt sich „Shampoo Bar“ und soll, laut Beschriftung des Glasbehältnisses, gut für trockenes Haar sein; prima also für das Dauertrauerspiel auf meinem Kopf. Die Dame im Unverpacktladen gab mir zudem den Tipp, die Haare nach dem Waschen mit „saurer Rinse“ – also verdünntem Essig oder Zitronensaft – abzuspülen, das sei ein toller Conditioner. Davon hatte ich tatsächlich bereits gehört, es aber noch nie ausprobiert. Und für das Handgepäck ist eine Flasche Essig jetzt nicht so optimal. Es musste also ein Conditioner her.

Die Lösung hatte ich schnell gefunden: ich betrat einen der Läden, die man in Fußgängerzonen und Shopping-Centern 1 Kilometer gegen den Wind riechen kann. Na? Richtig, Lush! Auch hier fand ich schnell einen passenden Conditioner namens “Jungle“, der mein ohnehin trockenes Haar vor weiterem Austrocknen schützen soll. Übrigens habe ich Shampoobars neulich sogar bei DM entdeckt; diese kommen aber leider im Nylonsäckchen daher. Es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Falls du keine der genannten Optionen um die Ecke hast oder Lush dir zu teuer ist, habe ich dir hier einmal eine Auswahl an festen Shampoos von Amazon zusammengestellt. Nach meinen ersten Tests mit festem Shampoo und Conditioner muss ich sagen, dass ich von dem Resultat wirklich begeistert bin. Zukünftig werde ich also auf die herkömmlichen Varianten in Flaschen verzichten. Da ich meine Haare ohnehin nur 1-2 mal die Woche wasche, stört mich auch der Preis nicht sonderlich. Vor allem das Shampoo scheint zudem sehr ergiebig zu sein, der Conditioner eher nicht so. Aber das ist okay.

 

Körperpflege – Nachhaltigkeitsliebling Juli

Zum Thema Duschzeug lautet die Antwort kurz und knapp: Seife. Egal welche, ich bin da äußerst unkompliziert. Falls deine Haut das eher etwas komplizierter sieht, kannst du auf Aleppo-Seife zurückgreifen. Diese schäumt zwar nicht, aber hält ewig. Je höher der darin enthaltene Lorbeeröl-Anteil, desto mehr ist sie rückfettend, das heißt, sie trocknet weniger aus. Manche Zero Wastler nutzen Aleppo-Seife sogar zum Haare waschen. Das ist mir allerdings zu abgespaced. Noch.

Als Bodylotion nutze ich, du ahnst es vielleicht schon, Kokosöl 😉 Manche mögen den Geruch von Kokos allerdings nicht so und wenn du dazu gehörst, dann gibt es tolle feste Bodylotions und -butter.

Kommen wir nun zum eigentlichen Nachhaltigkeitsliebling dieses Zero Waste Spezials. Dieser kommt aus einem Metalldöschen und hilft uns, bei heißen Temperaturen nicht zum Hassobjekt in öffentlichen Verkehrsmitteln zu mutieren. Die Rede ist, ganz klar, von Deo. Dass viele herkömmliche Deos schädliche Stoffe wie Aluminium enthalten und diese mehr und mehr verbannt werden, ist ein erfreulicher Trend. Nachhaltig sind Deos dadurch allerdings noch lange nicht. Ich habe für diesen Blogpost die nachhaltige Deocreme von We Love The Planet zum Testen erhalten. Den Test im deutschen Sommer haben die natürlichen Deos mit nur einer Hand voll Inhaltsstoffen (Hinweis: einer davon ist allerdings Bienenwachs. Für mich ist das okay, für manch eine*n Veganer’*in womöglich nicht), bereits bestanden. Meine rasierten Achseln werden nicht irritiert, die cremig-pludrige Konsistenz und der dezente Duft gefallen mir sehr gut. Jetzt gilt es abzuwarten, ob sie auch tropischen Temperaturen und Strandbesuchen gewachsen sind (Update: Ja, ist es! In Indien und Portugal waren sie der perfekte Begleiter). Darüber werde ich dir in meiner Instagram Story berichten. Mein persönlicher Duftfavorit ist übrigens: Sweet Serenity.

 

Zahnpflege

Zähneputzen ohne Zahnpasta? Geht klar! Dank Toothy Tabs oder die etwas günstigeren und natürlicheren Denttabs, die du bei Lush oder im Unverpacktladen deines Vertrauens erhalten kannst. Diese zerkaust du einfach, behältst sie im Mund und putzt dir dann die Zähne, am besten mit einer Bambus-Zahnbürste. Zack – Mundpflege a la Zero Waste!

 

Sonnenschutz

Wusstest du, dass einige natürliche Öle einen natürlichen Lichtschutzfaktor haben? Kokosöl habe ich dir bereits verraten. Bei der Recherche für mein Zero Waste Reiseexperiment bin ich auf den wirklich tollen Blog eatmovefeel.de gestoßen. Dort habe ich ein Rezept zur Herstellung von natürlicher Sonnencreme gefunden, welches ich unbedingt mit dir teilen und bald auch selbst einmal ausprobieren möchte. Die Zutaten habe ich dir in die Produktempfehlungen unterhalb dieses Abschnittes gepackt. Allerdings werde ich beim Surfen auf die wasserfeste Sonnencreme von Swox zurückgreifen, die, laut Hersteller, immerhin in einer umweltfreundlichen Plastiktube daher kommt. Warum nutze ich die? Weil ich noch 2 kleine Proben hier habe und gute Erfahrungen damit gemacht habe. Neben der Nachhaltigkeit der Verpackung, ist mir bei der Verwendung von Sonnenschutz wichtig, dass er keinen chemischen Mist enthält, der sowohl der Natur als auch mir schadet. Es gibt doch nichts ekligeres als diesen fahlen Sonnencremefilm auf der Wasseroberfläche, der die Riffe dieser Weltmeere nachhaltig zerstört.

Wenn du es noch nachhaltiger möchtest, aber keine Lust auf experimentelles DIY hast, kannst natürlich auf andere Hersteller zurückgreifen – von diesen werde ich möglicherweise den ein oder anderen in Zukunft testen und dir hier darüber berichten (Hinweis: Wie die Deocremes enthalten auch die Zero Waste Produkte für den Sonnenschutz Bienenwachs, dieses verhindert, dass das Produkt sich bei warmen Temperaturen verflüssigt und seine Zusammensetzung verändert, was wiederum in Verlust des Schutzes münden kann). Oder hast du bereits Erfahrung mit Zero Waste Sonnenschutz? Lass es mich in den Kommentaren wissen, ich freue mich über Tipps.

 

Gehst du jetzt auch Zero Waste auf Reisen?

So, die Zero Waste Reiseutensilien wären dann nun bereit zum Abflug – ja ich weiß, fliegen ist auch nicht gut für die Umwelt. Auf Facebook gibt es für die Surfer unter meinen Lesern eine Gruppe, in der Mitfahrten zu Surfdestinationen in Europa gesucht und angeboten werden können. Eine coole, nachhaltige Alternative, wie ich finde. Achtest du auf Nachhaltigkeit beim Reisen?

Zum Schluss noch ein großartiger, positiver Effekt von Zero Waste Travel: die Zero Waste Reisebasics bestehen fast ausschließlich aus fester Konsistenz, perfekt also für die Reise mit dem Handgepäck (weitere Tipps habe ich hier für dich zusammengestellt). Achte bei der Verwendung von Kokosöl darauf, dass es unter 20°C fest, darüber flüssig wird und aus Behältnissen auslaufen kann. Transportieren lassen sich die meisten Sachen also ganz einfach in Sisal-Säckchen, Waschlappen (am besten mit Löchern, zur besseren Trocknung) oder alten (oder neuen), leer gewordenen Behältnissen, die du zu Hause findest. Meine Gesichtsseife reist zum Beispiel in einer Metalldose, in der mal eine natürliche Kerze war, die ausgebrannt war. Falls du, wie ich damals, auch total auf Schmuck von Fossil abgefahren bist – die Dosen lassen sich ebenfalls prima in Aufbewahrungsboxen um wandeln. Zero Waste ist nun mal, wie Béa Johnson, eine der Zero Waste Pioniere so schön sagt:

  1. refuse (ablehnen)
  2. reduce (reduzieren)
  3. reuse (wiederverwenden und reparieren)
  4. recycle (zur Wertstoffsammlung geben)
  5. rot (kompostieren)

 

 


Zero Waste Travel

Note: all the products recommended are listed in the German version above. By clicking on the pictures of the product recommendations of this post you are leaving thesoulfoodtraveller.com and going to amazon.de – read more in the Datenschutz section (German only, please use a translation tool of your choice).

Since starting my zero-waste experiment last year (I’m always planning so many projects, no wonder some of them just peter out…) I have put it on hold for a while. I still make consumption choices consciously but I haven’t taken the extra step to avoid waste. Therefore, today I will present you a Sustainability Favorite Special Edition und the introduction of the new series on my blog: “Naturally Beautiful” – if that isn’t promising.

Anyway, I’ve caught the zero-waste fever again and this time the challenge is: zero waste travel! How well that fits because summer holidays are around the corner and the main travel season as well. I would like to focus on the hygiene-basics of my luggage. This means:

  • Facial care: cleansing and facial crème
  • Hair care: shampoo and conditioner
  • Body care: shower gel, deodorant and bodylotion
  • Dental care: toothbrush and toothpaste
  • Sunscreen

 

Facial care

Since two years the only mixture that’s touching my face is the following: in a sealable container I mix about 90ml aloe vera gel (which comes in a plastic tube BUT it contains 250ml and I don’t have to buy a new one every time I need a facial crème), 10-20 drops of tea tree oil against blemishes, and 10 drops vitamin E oil. Therefore, my facial care isn’t 100% zero-waste, however, it’s free of bad ingredients like parabens, sulfates, fragrances and micro plastic. If I feel like having some light sunscreen, I use pure coconut oil for my face and body. Did you know that coconut oil has a natural SPF of 4-10?

For makeup removal or rather facial cleansing at night I use a facial soap by Grüne Erde (green earth). It is just perfect for my acne prone skin. Eye-makeup can be easily removed by using almost any kind of oil. I prefer, you might have guessed it: coconut oil. It just smells so good!

 

Hair care

On my last trip to the zero waste shop I reached into a pretty jar with the inscription “shampoo”. In my hand I found something which smelled kind of nicely lemonish and reminded me of soap. This thingy is called “shampoo bar” and, according to the jar’s info, it is supposed to help me handle my dry hair. Perfect for the fiasco on my head. The girl in the zero waste shop advised me to use a “sour rinse” – consisting of diluted vinegar or lemon juice – as a conditioning rinse after shampooing. I’ve had heard of this before but never tried it. However, due to travelling with hand luggage only, liquid vinegar is far from ideal. I needed conditioner.

The solution was at hand quite soon: I entered one of these shops which you can smell in the cities and malls from 1 kilometer distance. Right: Lush! There I found a suitable conditioner which I could choose from a small variety as well. By the way, I have seen shampoo bars at DM quite recently but they come in a small nylon bag. Nonetheless, it’s the first step into the right direction. My first impression after using solid shampoo and conditioner is surprisingly good. From now on I’m definitely going stop using the bottled versions. Furthermore, due to washing my hair only 1-2 times a week, the price isn’t an issue for me. The shampoo appears to be very yielding, whereas the conditioner is not. But that’s okay.

 

Bodycare – Sustainability Favorite July

With regard to shower stuff my answer is quite simple: soap. It doesn’t matter which, I’m okay with either one. However, if your skin is a bit more difficult to handle, Allepo soap might be your go-to choice. The more laurel oil is infused, the more regreasing will take place, hence, lesser dryness is achieved. Some zero waste activists use Allepo soap even for shampooing. But that’s too much for me – at least for now.

As a body lotion I use – yes, you’re guessing right – coconut oil 😉 but some people don’t like smell of coconut and if you are one them: don’t worry, there are solid body lotions and -butters available.

Let’s now have a look at the Sustainability Favorite of this zero waste special. It comes in a metal box and on hot days, it helps us to not become the target of hate in public transport. I’m talking about deodorant. Many regular deodorants contain harmful ingredients like aluminum and those are luckily getting banned more and more. However, this doesn’t necessarily make them sustainable. For testing purposes, I have received 5 different scents of the sustainable deo creme by We Love The Planet. They have passed the test in German summer temperatures, now it’s subject to tropical environments and visits at the beach (Update: It was a great companion in India and Portugal!). I will talk about my experience in my Instagram Stories. Notice that the deo crème contains bees wax which is okay for me but for some stricter vegans this might not be the case. I like the creamy, powdery consistency. My personal scent favorite is Sweet Serenity.

 

Dental care

Tooth brushing without toothpaste? Oh yes! Thanks to Toothy Tabs which you can find at your zero waste shop of trust or Lush. You just chew on them, keep it in your mouth and brush your teeth as usual. I recommend using a bamboo brush. There you go – dental care a la zero waste!

 

Sun protection

Did you know that some oils have a natural SPF? I have said this about cocnut oil before. On my research for my zero waste travel experiment I came across the great blog eatmovefeel.de. There I found a recipe for DIY natural sunscreen which I wanna share with you and try it myself very soon. However, I will use a waterproof sunscreen by Swox while surfing, which at least comes in a environmentally friendly packaging. Why that? Because I still have 2 small samples at home and my experience with it has been good so far. Besides the aspect of sustainable packaging, it is important for me to use sun protection that does neither harm the environment, nor me. There’s nothing more disgusting than a matt floating film on the water surface which destroys the reefs of the ocean.

If you want to be more sustainable, but you’re not keen on any experimental DIY, there are still brands available – I’ll probably try those and give you my opinion on it (note: some of the brands use beeswax; this prevents the product of liquefying at warm temperatures and, hence, altering its composition which may lead to a decreased protection). Do you already have experience in zero waste sun protection? Please let me know in the comment section, I would love to read your tipps.

 

Alright, the zero waste travel utensils are ready for departure – and yes, I know, flying isn’t good fort he environment either. The surfers among my readers can find groups on Facebook where you can search and offer rides to surf destinations in Europe. A really cool alternative, if you ask me. Do you travel sustainably?

I’m going to wrap this post up with an amazingly positive effect of zero waste travel: the zero waste travel essentials are primarily made of solid consistency which is perfect for hand luggage travels (I have gathered some more tipps here). When packing coconut oil, bear in mind that it becomes liquid at temperatures above 20°C and could possibly creep out of its container. Most of the solid things can be transported and kept in sisal bags, washing gloves (with little holes to improve the drying) or old (or new), empty containers you have at home. My facial soap for example fits perfectly into a metal box which previously has been a candle. You see, zero waste is, quoting one of the zero waste pioneers, Béa Johnson:

  1. refuse
  2. reduce
  3. reuse
  4. recycle
  5. rot